Abgeschlossene Projekte

Demokratie mit Berufsschüler:innen der Region gemeinsam erleben und gestalten

Projektbeschreibung

Mit dem Projekt „Gestern wie heute - Haltung zeigen!“ hat die Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V. erstmalig gezielt Jugendliche und junge Erwachsene an Berufsschulen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg sowie an weiteren Berufsschulen der Region angesprochen. Eine maximal diverse Zielgruppe, deren Bedarf an Mitwirkungsmöglichkeiten, Begegnungsorten, kultureller Vielfalt sowie an politischer Bildung – gerade in ländlichen Räumen – kaum gedeckt wird. Dabei sind es gerade Berufsschüler:innen, die – auch nach der Schulzeit – in ihrer Region, in ländlichen Räumen, wohnen bleiben und als Teil der Zivilgesellschaft agieren. Die Stiftung Adam von Trott wollte diese jungen Leute stärken, präventiv gegen Rechtsextremismus arbeiten und damit auch einen Beitrag für eine engagierte Zivilgesellschaft in der Region leisten.

Das Projektteam setzte auf die Vermittlung von Demokratievertrauen und eine Stärkung der demokratischen Debattenkultur als direkte Antwort auf rechte Rhetorik, denn politisches Handeln ist vor allem kommunikatives Handeln. Dies sollte über partizipative, zielgruppennahe und sozialräumlich verortete Bildungsangebote erreicht werden. Individuelle Lern- und Bewusstwerdungsprozesse sollten bei den Teilnehmenden angestoßen werden, um ihre Persönlichkeit, Resilienz und Selbstwirksamkeit zu stärken. Dazu wurden, gemeinsam mit den Schüler:innen, Lernmodule konstruiert, in denen demokratische Werte spür- und erlebbar sind. Die Teilnehmenden bekamen im Projekt das Rüstzeug für Diskussionen und Konfliktaustragung an die Hand und wurden befähigt, Demokratiefeindlichkeit zu erkennen, dagegen couragiert zu handeln und für demokratische Werte sowie ihre Mitmenschen einzutreten – also, ganz im Sinne Adam von Trotts, Haltung zu zeigen.

Das Innovationsprojekt „Gestern wie heute – Haltung zeigen!“ wurde in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Soziologie Ländlicher Räume an der Georg-August-Universität Göttingen umgesetzt. Es wurde gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“ und lief von März 2021 bis Februar 2023.

Von Seiten der Stiftung betreuten Maurice Stiehl und in seiner Nachfolge Paul Lachmann das Projekt.

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