Projekte

Die Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V. arbeitet in diversen Projekten und Kooperationen. Seit 2017 ist das umfassendste Projekt die Kooperation zwischen unserem Verein und der Georg-August-Universität Göttingen. Wir freuen uns sehr, dass es gelungen ist, weitere Projekte anzustoßen. Im Folgenden sollen die wichtigsten laufenden Projekte kurz vorgestellt werden.

 

Widerstand - Demokratie - Internationalität

Ein Kooperationsprojekt mit der Georg-August-Universität Göttingen

Adam von Trott hat an der Georg-August-Universität Göttingen Rechtswissenschaften studiert und in Völkerrecht promoviert. In Erinnerung an den Göttinger Alumnus und ausgehend von seinem Leben, Wirken und Denken verbindet die Stiftung Adam von Trott und die Universität Göttingen seit 2017 eine enge Kooperation. In dieser Zusammenarbeit haben wir eine Vielzahl von Projekten in Forschung und Lehre sowie öffentliche Formate zu den Themen Widerstand – Demokratie – Internationalität entwickelt. Dazu gehören Konferenzen, Workshops, Vorträge, Seminare und Angebote für Schulklassen.

Ebenfalls Partner in dieser Kooperation is das am Mansfield College der Universität Oxford angesiedelte Adam von Trott Memorial Appeal, auf dessen Initiative hin seit 2004 jedes Jahr eine 'Adam von Trott Memorial Lecture' am Mansfield College gehalten wird. Prominente  Redner wurden hierfür bereits geworben, darunter Timothy Garton Ash (2004), Sir Ian Kershaw (2010) und MdB Thomas Oppermann (2018).

Weitere Informationen mit Angaben zu Terminen und Angeboten unseres Kooperationsprojekts finden Sie auf der Projektseite

Das Vorhaben wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Gestern wie heute: Haltung zeigen!

Demokratie mit Berufsschüler*innen der Region gemeinsam erleben und gestalten

Mit dem Projekt „Gestern wie heute - Haltung zeigen!“ spricht die Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V. erstmalig gezielt Jugendliche und junge Erwachsene an Berufsschulen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg sowie an weiteren Berufsschulen der Region an. Eine maximal diverse Zielgruppe, deren Bedarf an Mitwirkungsmöglichkeiten, Begegnungsorten, kultureller Vielfalt sowie an politischer Bildung – gerade in ländlichen Räumen – kaum gedeckt wird. Dabei sind es gerade Berufsschüler*innen, die – auch nach der Schulzeit – in ihrer Region, in ländlichen Räumen, wohnen bleiben und als Teil der Zivilgesellschaft agieren. Die Stiftung Adam von Trott möchte diese jungen Leute stärken, präventiv gegen Rechtsextremismus arbeiten und damit auch einen Beitrag für eine engagierte Zivilgesellschaft in der Region leisten.

Das Projektteam - Maurice Stiehl in Imshausen und Ljubica Nikolic an der Universität Göttingen - setzt auf die Vermittlung von Demokratievertrauen und eine Stärkung der demokratischen Debattenkultur als direkte Antwort auf rechte Rhetorik, denn politisches Handeln ist vor allem kommunikatives Handeln. Dies soll über partizipative, zielgruppennahe und sozialräumlich verortete Bildungsangebote erreicht werden. Individuelle Lern- und Bewusstwerdungsprozesse sollen bei allen Teilnehmenden angestoßen werden, um ihre Persönlichkeit, Resilienz und Selbstwirksamkeit zu stärken. Dazu sollen, gemeinsam mit den Schüler*innen, Lernmodule konstruiert werden, in denen demokratische Werte spür- und erlebbar sind. So sollen zum Beispiel ein Videoplanspiel entwickelt sowie Begegnungen mit Akteur*innen aus Politik und Zivilgesellschaft ermöglicht werden. Die Teilnehmenden bekommen das Rüstzeug für Diskussionen und Konfliktaustragung an die Hand, sie werden befähigt, Demokratiefeindlichkeit zu erkennen, dagegen couragiert zu handeln und für demokratische Werte sowie ihre Mitmenschen einzutreten – also, ganz im Sinne Adam von Trotts, Haltung zu zeigen.

Weitere Informationen mit Angaben zu Terminen und Angeboten finden Sie in Kürze auf der Projektseite, die sich aktuell noch im Aufbau befindet.

Das Innovationsprojekt „Gestern wie heute – Haltung zeigen!“ wird in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Soziologie Ländlicher Räume an der Georg-August-Universität Göttingen umgesetzt. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“ und dauert von März 2021 bis Februar 2023.

Weitere Angaben und Informationen zum Projekt finden Sie auf der  Projektseite

Von Seiten der Stiftung betreut Herr Maurice Stiehl dieses Projekt. Kontakt: maurice.stiehlstiftung-adam-von-trott.de

 

EU-Projekt “1990 / year one. The democratic transformation in former Eastern Bloc countries”

Ein Kooperationsprojekt im Rahmen des Programms Europa für Bürgerinnen und Bürger (Komponente: Erinnerung an die Vergangenheit Europas)

Die Stiftung Adam von Trott ist eine von fünf Partnerorganisationen in diesem EU-geförderten Kooperationsprojekt unter Leitung der Stiftung Kreisau/Krzyzowa für Europäische Verständigung. Ziel des Vorhabens ist es, die Veränderungen, die 1990 in Polen, Deutschland, der Tschechoslowakei sowie in Litauen und den anderen Baltischen Staaten eingetreten sind, zu verstehen und das Wissen darüber an Schüler*innen zu vermitteln. Hierfür werden Zeitzeugen-Interviews geführt und Lehrkonzepte entwickelt, sowie Schüler*innen-Seminare in allen vier Partnerländern durchgeführt. Auch eine Wanderausstellung und eine Podiumsdiskussion zum Abschluss des Projekts 2022 sind geplant.

Weiter Informationen finden Sie hier.

EU-Projekt: "Festival of UNSettled Ideas”

Ein Kooperationsprojekt im Rahmen des Programms Europa für Bürgerinnen und Bürger (Komponente: Erinnerung an die Vergangenheit Europas)

Gemeinsam mit Partnern aus Rumänien und Polen wollen wir jeweils drei Filme zu den Veränderungen nach 1989 zeigen und ins Gespräch über unser gemeinsames Erleben dieser Zeit und der Nachwirkungen bis heute kommen. Geplant ist weiter ein fünf-tägiges Festival mit rund 40 Teilnehmern, wobei 30 Personen aus dem eigenen und zehn aus den Partnerländern kommen sollen. Hier geht es um die persönliche Begegnung, den Austausch und die Suche nach gemeinsamen Erfahrungen und gemeinsamen Narrativen, die in das heutige Nachdenken und Erzählen über die Zeit damals einfließen sollen, angeregt durch die Diskussion über die Filme. Zum Abschluss des Projektes ist für 2022 eine Fahrt einer kleinen Gruppe nach Brüssel geplant.

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