
Ein partizipatives Projekt mit Schüler:innen zur Entwicklung von Erinnerungsorten im ländlichen Raum
Das Projekt „NS-Zwangsarbeit in Hessen und Thüringen – Ein partizipatives Projekt mit Schüler:innen zur Entwicklung von Erinnerungsorten im ländlichen Raum“ der Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V. widmet sich den Verbrechen der NS-Zwangsarbeit in Nord- und Osthessen sowie Westthüringen. Jugendliche erforschen die Geschichte verschiedener Opfergruppen, lokaler Verantwortlicher und Täter:innen und untersuchen neben Lagern auch dezentrale Einsatzorte. So wird die Alltäglichkeit und lokale Verankerung der NS-Zwangsarbeit für die Lernenden sichtbar.
Ein besonderes Merkmal ist der Vergleich der Erinnerungskulturen von BRD und DDR. Mit Archivmaterial aus dem Projekt „Zwangsarbeit an der Werra“ des Werra-Kalibergbau-Museums setzen sich die Jugendlichen mit unterschiedlichen Formen von Entschädigung und Gedenken sowie verschiedenen Geschichtsdeutungen auseinander. In partizipativ-forschenden Workshops verbinden sie Quellenarbeit mit eigenen Erinnerungserfahrungen und Fragen zu Entrechtung und Verantwortung. Daraus entstehen analoge und digitale Erinnerungsorte – etwa Tafeln, Stelen, Podcasts und Social-Media-Beiträge.
Die Stiftung Adam von Trott widmet sich dem Gedenken an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus und an die durch den Nationalsozialismus Verfolgten. Mit dem Projekt erweitert sie diese Erinnerungsarbeit um die Geschichte der NS-Zwangsarbeit und ermöglicht Jugendlichen, Erinnerungskultur aktiv mitzugestalten.
Kooperationspartner: Werra-Kalibergbau-Museum in Heringen
Ronny Langner
Projektleiter
Ronny.Langner@Stiftung-Adam-von-Trott.de