Stiftung Adam von Trott | Imshausen e.V.
 



Imshäuser Gespräch zur Demokratisierung der Energieversorgung

Energiewende als Prozess von unten

Das Klima hat keine Lobby – das konstatierte Volker Wasgindt in seinem Vortrag im Imshäuser Herrenhaus. Wasgindt, der Leiter der Public Affairs-Abteilung beim Niestetaler Solartechnologieunternehmen SMA ist, war es dabei besonders wichtig, darauf hinzuweisen, dass Deutschland in Bezug auf die Förderung nach wie vor eine Vorreiterrolle innehabe. Durch die Diskussionen um die Strompreise und durch die Festlegungen im Koalitionsvertrag auf Bundesebene sei man jedoch mittlerweile dabei, diese preiszugeben. Im Koalitionsvertrag würden die Weichen in bedenklicher Weise in Richtung der Besserstellung fossiler Energieträger gestellt, während erneuerbare Energien in unverantwortlicher und unsachlicher Weise als „Preistreiber“ für die deutschen Haushalte gebrandmarkt würden. mehr... [29. November 2013]


Widerstand im zweiten Weltkrieg: Werratalschüler absolvierten Seminar in Imshausen

Beherzigt ihr Beispiel

Die Werratalschule Heringen hat mit einem zweitägigen Seminar in Imshausen eine neue Tradition begründet. Der gesamte Abiturientenjahrgang verbrachte mit seinen Tutoren Katja Riedel, Stephan Danz und Florian Ingrisch zwei Tage im Adam von Trott Haus und informierte sich über die verschiedenen Widerstandsbewegungen und -gruppen während der Zeit des Nationalsozialismus. mehr... [12. November 2013]


Imshäuser Gespräch mit Sven Giegold

Plädoyer für mehr Transparenz und Demokratie

Die notorisch verschuldeten und korrupten „Südländer“ haben bei der Einführung des Euro mit gezinkten Karten gespielt und nun muss Deutschland als „Zahlmeister“ der Eurozone die Kastanien aus dem Feuer holen. Das ist nur eine von vielen Annahmen, die die Diskussionen zum Thema Eurokrise bestimmt. Doch wie immer gibt es dazu auch gegenteilige Meinungen, wie beispielsweise die These, dass Deutschland bis jetzt auf Kosten der wirtschaftlich schwachen Länder von der Einführung des Euro insgesamt sehr profitiert habe. Um das komplexe Thema Finanzpolitik näher zu beleuchten und die Argumente abwägen zu können, hatte die Stiftung Adam von Trott den Wirtschaftswissenschaftler und grünen Europaabgeordneten Sven Giegold als Referenten eingeladen. mehr... [01. November 2013]


Felix zu Löwenstein plädierte für einen agrarpolitischen Systemwechsel

Für eine Landwirtschaft mit Rückgrat

Frisches Brot bis unmittelbar vor Ladenschluss, Erdbeeren zu Weihnachten und Fleisch zu Billigstpreisen – das alles gehört ganz selbstverständlich zum täglichen Leben dazu. Diese Selbstverständlichkeit stellte der Agrarwissenschaftler, Buchautor und Biolandwirt Dr. Felix Prinz zu Löwenstein im Imshäuser Gespräch allerdings in Frage. Als Hauptprobleme identifizierte Löwenstein, dass es weltweit eigentlich keinen Nahrungsmangel gäbe, sondern ein Verteilungsproblem. Weltweit gingen der Landwirtschaft beispielsweise durch Versalzung pro Jahr rund zehn Millionen Hektar fruchtbarer Boden verloren. mehr... [20. September 2013]


Zeitzeugengespräch zur DDR in Literatur und Alltagsleben

Nicht alles glauben

„Wenn man wissen will, wie es in der DDR tatsächlich war, dann muss man dieses Buch lesen“ - mit solch vollmundigen Worten wurde Uwe Tellkamps umfangreicher Roman „Der Turm“ vom Verlag angepriesen. Ob es aber „das Bild“ der DDR überhaupt gibt und ob es möglich ist, es über das Medium Roman oder Spielfilm zu transportieren, dieser Frage ging die Stiftung Adam von Trott im Anschluss an ihre Mitgliederversammlung in der öffentlichen Veranstaltung zum Imshäuser Jahrestreffen nach. Vier „gelernte DDR-Bürger“ stellten sich als Zeitzeugen den Fragen des Publikums. mehr... [07. September 2013]


Gedenkfeier zum 20. Juli

Widerstand heute gefragt

Die Werte der Widerstandskämpfer zum Maßstab machen für das eigene Handeln - dieser Aufruf bildete den Kern der Rede von Professor Dr. Martin Stöhr am Imshäuser Gedenkkreuz für den Widerstandskämpfer Adam von Trott. Der Theologe Dr. Stöhr aus Bad Vilbel war Redner bei der Gedenkfeier anlässlich des Jahrestages des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944. Zu Füßen des Kreuzes hat Adams Ehefrau Dr. Clarita von Trott zu Solz, die kürzlich als letzte Witwe der Widerstandskämpfer verstarb, ihre letzte Ruhestätte gefunden. mehr... [20. Juli 2013]


Tagung zum Erbe der Bekennenden Kirche in der DDR in Imshausen

Freiheit im Bekenntnis?

„Waren wir tatsächlich eine Bekennende Kirche?“, das war eine der zentralen Fragen, die der frühere Erfurter Propst Dr. Heino Falcke aus Erfurt an das Publikum in der voll besetzten Halle des Imshäuser Herrenhauses richtete. Sein Vortrag eröffnete das Tagungswochenende zum Erbe der Bekennenden Kirche in der DDR, zu dem die Stiftung Adam von Trott und die Martin-Niemöller-Stiftung gemeinsam eingeladen hatten. Neben Falckes Referat standen an den zwei noch folgenden Tagen für die rund 80 Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer, die aus ganz Deutschland, der Schweiz und den USA angereist waren, noch weitere, tiefgehende Einblicke in die Verfasstheit der Kirchen in der DDR auf dem Programm. mehr... [21. Juni 2013]


Eginald Schlattner liest im Imshäuser Herrenhaus

Ein Ausflug in die Vergangenheit

Mit nur wenigen, eindrücklichen Worten entstehen Bilder im Kopf, die einen so schnell nicht wieder loslassen: Eginald Schlattner war im Rahmen der Reihe „Imshäuser Gespräche“ zu Gast im Herrenhaus der Adam-von-Trott-Stiftung. Der 79-Jährige las einige Passagen aus zweien seiner Romane und redete danach mit den Gästen über sein bewegtes Leben. „Meine Biografie ist abendfüllend“, sagte Schlattner gleich zu Beginn. mehr... [04. Juni 2013]


Konzertlesung in Imshausen zum Hessischen Tag der Literatur an historischem Ort

Zwischen den Zeilen gelesen

Was verbindet den preußischen Landjunker Heinrich von Kleist mit dem hessischen Imshausen? Die Aussicht eine Antwort auf diese Frage zu bekommen, lockte am durch den Hessischen Rundfunk und das Hessische Wissenschafts- und Kunstministerium ausgerufenen „Tag für die Literatur“ zahlreiche Zuhörer zu einem literarisch-musikalischen Abend in die Halle des Imshäuser Herrenhauses. In der Lesung verhalf der am Theater Rudolstadt engagierte Schauspieler David Engelmann den Texten zu plastischer Gestalt, die musikalische Gestaltung hatten die beiden Bad Hersfelder Musiker Christian Winter (Klarinette) und Martin Janßen (Klavier) übernommen. Sie spielten mit Teilen aus Carl Maria von Webers „Silvana-Variationen“ Kammermusik aus dem Jahr 1811, dem Todesjahr Heinrich von Kleists. mehr... [26. Mai 2013]


Susanne Selbert stellte ihre Großmutter Elisabeth Selbert vor

Eine starke Frau – Mutter des Grundgesetzes

Den 18. Januar 1949 bezeichnete die Kasseler Juristin und „Mutter des Grundgesetzes“ Elisabeth Selbert selbst als ihre „Sternstunde“. Was zeichnete diesen Tag aus? Und was war Selberts Verdienst daran? Auf diese und andere Fragen gab die Enkeltochter Elisabeth Selberts, die Vizelandrätin des Kreises Kassel, Dr. Susanne Selbert im Imshäuser Gespräch vielfältige Antworten, die zugleich Anknüpfungspunkte für die heutige Diskussion um die Gleichstellung der Geschlechter lieferten. mehr... [19. April 2013]


Beisetzung von Dr. Clarita von Trott zu Solz am Imshäuser Gedenkkreuz

Abschied von einer einzigartigen Zeitzeugin

Rund 150 Menschen waren an das Imshäuser Gedenkkreuz gekommen, um sich von Dr. Clarita von Trott zu Solz zu verabschieden. Die Witwe des Widerstandskämpfers Adam von Trott zu Solz war am Gründonnerstag im Alter von 95 Jahren in Berlin verstorben, nun wurde ihre Urne am Kreuz beigesetzt, an dem seit 1984 in öffentlichen Gedenkfeiern an den 20. Juli 1944 erinnert wird. mehr... [13. April 2013]


Ehefrau von Adam von Trott wurde 95 Jahre

Clarita von Trott zu Solz in Berlin gestorben

Am Gründonnerstag ist Dr. Clarita von Trott zu Solz, geborene Tiefenbacher, im Alter von 95 Jahren in Berlin gestorben. Ihr Mann Adam von Trott zu Solz, der seine Wurzeln in Imshausen nahe Bebra hatte, war Mitglied des Kreisauer Kreises und ein Freund Stauffenbergs. Trott wurde als einer der Mitplaner des Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 im August 1944 hingerichtet. mehr... [28. März 2013]


Imshäuser Gespräch über Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Frauenleben zwischen Widerstand und Kaffee kochen

„Kaffee kochen für den Widerstand?“ - diese Überschrift hatte die Göttinger Historikerin Dr. Frauke Geyken für ihren Vortrag in Imshausen gewählt, in dem sie die Biographien von Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus vorstellte. Und sie kochten nicht nur Kaffee, das wurde im Verlauf des Vortrags sehr schnell klar. Stellvertretend für die vielen Frauen, die vielfach in der Nachkriegszeit wenn überhaupt, dann höchstens als „Frauen ihrer Männer“ wahrgenommen wurden, stellte Geyken, die vor einigen Jahren eine Biographie über Freya von Moltke vorgelegt hatte, insbesondere Annedore Leber, Rosemarie Reichwein und Clarita von Trott zu Solz näher vor. mehr... [08. März 2013]


Imshäuser Gespräch mit dem Griechenland-Experten Niels Kadritzke

Griechenland am Abgrund?

Patentlösungen konnte auch der Mitherausgeber der Zeitung „Le Monde Diplmatique“ Niels Kadritzke, der seit mehr als 30 Jahren einen erheblichen Teil des Jahres in Griechenland lebt, im Imshäuser Gespräch nicht bieten. Was er aber lieferte, war ein tiefer Einblick in die Veränderungen, die die Krise im Leben vieler Griechen ausgelöst hab. Dabei zeigte sich deutlich, dass unser Bild nach wie vor geprägt ist von Klischees und Vorurteilen, die uns die Griechen als „fröhliches Südvölkchen“ präsentieren, das nicht zuletzt mit seiner laxen Einstellung zur Arbeit das sauer erarbeitete Geld der fleißigen „Nordländer“ gedankenlos verjubelt. mehr... [08. Februar 2013]


Dr. Christiane Walesch-Schneller stellte Projekte zur Versöhnungs- und Erinnerungsarbeit vor

Gespräch statt Verharren im Gedenken

Die „Last der Erinnerung“ müsse zum Bestandteil des Gesprächs junger Menschen werden. Dieser Wunsch war in allem wahrnehmbar, was Dr. Christiane Walesch-Schneller aus dem badischen Breisach im Imshäuser Gespräch darstellte. Sie schilderte die Entwicklung der Versöhnungs- und Erinnerungsarbeit in Breisach, an der sie als Vorsitzende des Fördervereins Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus e.V. seit 12 Jahren aktiv tätig ist. Gerade angesichts von Gedenktagen wie dem Internationalen Holocaustgedenktag am 27. Januar dürfe es kein „Verharren im Gedenken“ geben. Stattdessen müssten die Generationen miteinander ins Gespräch kommen, um über das Gedenken hinaus für den Frieden in Europa und gegen die Erscheinungen des Rechtsextremismus tätig zu werden. mehr... [25. Januar 2013]



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