Stiftung Adam von Trott | Imshausen e.V.
 



Imshäuser Gespräch zum Thema Bildungspolitik mit Dr. Jörg Dräger

Wie wird Deutschland zur "Bildungsrepublik"?

Es gibt wohl wenige andere Themen, über die so leidenschaftlich gestritten wird, wie über Bildungspolitik. Das liegt wohl auch daran, dass die Bildungsfrage jeden betrifft, egal ob als Politiker, Lehrer, Schüler oder Elternteil und dass im Prinzip jeder eine Meinung dazu hat, wie die viel zitierte Bildungsreform aussehen müsste. Das wurde auch im Imshäuser Gespräch deutlich, bei dem der ehemalige Hamburger Wissenschaftssenator Dr. Jörg Dräger, der sich als Buchautor und Vorstandsmitglied der Bertelsmann-Stiftung intensiv mit dem Thema Bildung beschäftigt, dem interessierten Publikum Rede und Antwort stand. mehr... [23. November 2012]


Imshäuser Gespräch zu Mitarbeitern des Auswärtigen Amtes im Nationalsozialismus

Kein Hort des Widerstands

Echte Oppositionelle und Widerstandskämpfer seien im Auswärtigen Amt – ebenso wie in anderen Behörden während der nationalsozialistischen Diktatur nur relativ selten anzutreffen gewesen. Und dennoch gab es Einzelpersonen, die trotz des hohen persönlichen Risikos viel gewagt hätten. Das war das Fazit, das Prof. Dr. Eckart Conze im Imshäuser Gespräch zog, in dessen Mittelpunkt neben der Frage, ob das Auswärtige Amt ein „Hort des Widerstands“ war, die Beispiele der nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 hingerichteten Diplomaten Ulrich von Hassell, Hans Bernd von Haeften und Adam von Trott zu Solz standen. Conze war Sprecher der internationalen Historikerkommission, die bis vor zwei Jahren die Geschichte des Auswärtigen Amtes aufgearbeitet hatte. mehr... [02. November 2012]


Imshäuser Gespräch über „Rettungswiderstand“ in der NS-Zeit

Konkrete Hilfe gegen Entmenschlichung und Ausgrenzung

Es gab während der NS-Diktatur durchaus Alternativen zur Entmenschlichung und Entsolidarisierung mit den Verfolgten – auch für den viel zitierten „kleinen Mann“ und die „kleine Frau“. Das Risiko für die Menschen, die sich durch das Verstecken Verfolgter und die Unterstützung Versteckter gegen die herrschende Norm stellten, aber auch für deren Schützlinge, sei jedoch erheblich gewesen. Dieses Fazit zog die Mannheimer Historikerin Dr. Angela Borgstedt beim Imshäuser Gespräch, in dem der so genannte „Rettungswiderstand“ im Mittelpunkt stand. mehr... [14. September 2012]


Arabischer Frühling in Ägypten war Thema des Imshäuser Jahrestreffens

Die Veränderungen lassen sich nicht mehr zurückdrehen

2011 stand Ägypten gemeinsam mit anderen Ländern Nordafrikas im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses: Der so genannte „Arabische Frühling“ trieb damals Millionen vor allem junger Menschen auf die Straßen. Was ist aus dieser revolutionären Bewegung geworden, die in einigen Ländern Nordafrikas Regierungen aus dem Amt warf, deren Autorität in diesen Ländern zuvor für eine „Friedhofsruhe“ gesorgt hatten? Diese Frage stand bei der Veranstaltung zum Imshäuser Jahrestreffen, die sich an die Mitgliederversammlung der Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V. anschloss, im Mittelpunkt. Über die politische und gesellschaftliche Diskussion in Ägypten berichtete die ägyptisch-deutsche Politikwissenschaftlerin Hoda Salah, die derzeit als Lehrbeauftragte in Berlin tätig ist und die sich besonders mit Menschenrechtsfragen und Frauenrechten beschäftigt. mehr... [08. September 2012]


Dr. Elisabeth Raiser stellte Film über ihre Mutter Gundalena von Weizsäcker vor

Ein starkes Leben in Widersprüchlichkeit

Ein eindrucksvolles Porträt eines Frauenlebens im 20. Jahrhunderts in einer besonderen Familie zeichnete Dr. Elisabeth Raiser im Imshäuser Gespräch, bei dem sie den von ihr selbst und von Barbara Robra gedrehten Film „Gundalena“ vorstellte. Dr. Gundalena von Weizsäcker, geborene Wille war die Mutter Elisabeth Raisers. Daher bot sich in Imshausen die Chance, sich diesem Leben sozusagen aus der familiären Innenperspektive anzunähern. mehr... [17. August 2012]


Dr. Jürgen Schmude zum 20. Juli

Gedenkfeier für Adam von Trott und seine Freunde

Viel Zuspruch fand trotz wechselvollen Wetters die Gedenkfeier für Adam von Trott und seine Freunde am Trottenkreuz oberhalb von Imshausen. Nachdem im vergangenen Jahr Margot Käßmann zum 20. Juli und dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus gesprochen hatte, hielt in diesem Jahr der Jurist Dr. Jürgen Schmude die Gedenkrede unter dem Kreuz. mehr... [20. Juli 2012]


Filmemacher Dagmar Brendecke und Walter Brun zu Gast beim Imshäuser Gespräch

Verdrängte Erinnerung im Film

Ein Stück vergessener und bisher weitgehend vernachlässigter Erinnerungsgeschichte blätterten die beiden Filmemacher und Autoren Dagmar Brendecke und Walter Brun im Imshäuser Gespräch auf. Im Gepäck hatten sie ihren Dokumentarfilm „Cato“, in dem sie die Lebensgeschichte von Cato Bontjes van Beek erzählen, die 1943 im Alter von nur 22 Jahren in Plötzensee hingerichtet wurde. Ihr Verbrechen: Sie gehörte einem Widerstandsnetzwerk an, das von den Nationalsozialisten als „Rote Kapelle“ bezeichnet wurde, sie war an der Vervielfältigung und Verteilung eines politischen Flugblattes beteiligt und sie hatte französischen Kriegsgefangenen in der Berliner S-Bahn Briefe und Essen zugesteckt. mehr... [15. Juni 2012]


Patrick Bahners warb bei Imshäuser Gespräch für besonnene Debatte um Islam

Neugier statt Polemik

Eine neue „Massenbewegung“ machte der FAZ-Journalist Patrick Bahners im Imshäuser angesichts der radikalen Islamkritik aus, die zunehmend auch intellektuelle Meinungsführer gewinne. Dabei käme es, so konstatierte Bahners, teilweise zu merkwürdigen „Frontenkreuzungen“, wenn insbesondere Menschen wie Ralph Giordano und Alice Schwarzer sich plötzlich auf die Seite der Eiferer schlügen und trotz eigener handfester Erfahrungen mit Intoleranz eben diese als Mittel zur Verteidigung der Toleranz befürworteten. mehr... [11. Mai 2012]


Imshäuser Gespräch zum Lernen aus der Geschichte

Mit Erinnerung gegen Menschenverachtung

Dort graben wo man steht, dann erreicht man die Menschen nicht nur mit Worten, sondern auch auf der emotionalen Ebene. Das ist das wesentliche Fazit, das Rüdiger Bender aus Erfurt beim Imshäuser Gespräch aus seinen Erfahrungen mit politischer Arbeit und Erinnerungsarbeit zog. In seinem Impulsvortrag schöpfte Bender aus den Erfahrungen, die er in seiner Arbeit am Erinnerungsort Topf und Söhne in Erfurt gesammelt hat. Am Ort der Fabrikanlagen, in denen Ingenieure während des Dritten Reiches die Leichenverbrennungsöfen und Lüftungssysteme der Gaskammern der Vernichtungslager entwarfen und weiter entwickelten, befindet sich heute ein Erinnerungsort mit Ausstellung und Möglichkeiten für Bildungsarbeit, der vor allem durch den Förderkreis initiiert wurde, dessen Vorsitzender Rüdiger Bender ist. mehr... [27. April 2012]


Imshäuser Gespräch mit Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker

Weniger muss mehr werden

Einen Appell für mehr Selbstbewusstsein und Genügsamkeit stellte Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker an das Ende seines Vortrages beim Imshäuser Gespräch zum Thema „Energiewende“. Weizsäcker forderte dazu auf, die bereits jetzt vorhandenen Möglichkeiten zu nutzen, um die immense Vergeudung von Energie zu stoppen und damit die vorhandenen Resourcen effektiver zu nutzen. mehr... [09. März 2012]


Imshäuser Gespräch mit der islamischen Theologin Hamideh Mohagheghi

Gegenseitiger Respekt als Schlüssel zum Verständnis

„Wenn Gott gewollt hätte, hätte Er euch zu einer einzigen Gemeinschaft gemacht.“ Dieser Satz aus dem Koran, den die islamische Theologin Hamideh Mohagheghi in ihrem Vortrag beim Imshäuser Gespräch zitierte, macht deutlich, dass die monotheistischen Religionen auch aus Sicht des Koran mehr Gemeinsamkeiten haben, als oft angenommen wird. Daher sei es ihr besonders wichtig, Religionen als Einladung statt als Anlass zur Konfrontation zu sehen. Gemeinsam, so führte Mohagheghi in ihrem sehr differenzierten Vortrag aus, sei den Religionen allerdings auch ihr Wahrheitsanspruch. Dieser verleite manche religiöse Führer dazu, Aussagen von Religionen dafür zu missbrauchen, Gläubige gegen Anders- oder Nicht-Gläubige aufzuhetzen um eigene Machtansprüche durchzusetzen und zu stabilisieren. mehr... [17. Februar 2012]


Imshäuser Gespräch zum Thema Erinnerungskultur betont Bedeutung des Dialogs

Der Krieg prägt auch die Enkel

Fast 80 Jahre ist es nun her, dass mit der Machtübernahme durch Adolf Hitler die nationalsozialistische Diktatur begann. Unmittelbare Zeitzeugen gibt es inzwischen kaum noch, viele der Nachgeborenen fordern schon seit langem, dass endlich der sprichwörtliche gewordene „Schlussstrich“ gezogen werden möge. Doch es scheint, dass trotz aller Versuche der Aufarbeitung und auch des Verdrängens die Schrecken und Traumata von Krieg und Vernichtung auch bei den nachgeborenen Generationen deutliche Spuren hinterlassen. Das wurde auch in dem Vortrag deutlich, mit dem der Arzt und Psychotherapeut Dr. Reinhard von Trott zu Solz das Imshäuser Gespräch zum Thema Erinnerungskultur eröffnete. mehr... [03. Februar 2012]


Artikelarchiv seit 2005

In unserem Artikelarchiv finden Sie alle Berichte aus und über Imshausen geordnet nach Jahren:

2017 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005