Stiftung Adam von Trott | Imshausen e.V.
 



Imshäuser Gespräch mit Antje Vollmer und Tagung zu Diktaturerfahrungen

Leben in der Diktatur

„Es gibt keine Geschichte ohne das Interesse an ihr“, mit diesem Satz aus dem Vorwort ihres Buches „Doppelleben“, in dem sie das Leben des Ehepaares Gottliebe und Heinrich von Lehndorff beschreibt, eröffnete die ehemalige Bundestagsvizepräsidentin Dr. Antje Vollmer ihre Lesung aus dem Buch in der voll besetzten Halle des Imshäuser Herrenhauses. Sie beschränkte sich dabei nicht darauf, Passagen aus ihrem Buch zu lesen, sondern gab auch Auskunft über den Entstehungsprozess ihrer Lehndorff-Biographie. mehr... [18. November 2011]


Imshäuser Gespräch zu Migration in und aus Afrika

Mit Geduld und Mut neue Brücken bauen

Migranten aus Afrika, so betonte die Afrika-und Migrationsexpertin Lisa Wennekes im Imshäuser Gespräch, hätten es bei uns in Europa vielfach schwerer als andere Migrantengruppen: Zum Einen werde ihnen der Zugang durch die Sicherung der EU-Grenzen immer mehr erschwert und zum Anderen würden sie häufig bereits durch ihr Äußeres – ihre Hautfarbe – auffallen. mehr... [26. Oktober 2011]


Imshäuser Gespräch mit zwei Ökonomen zum Zusammenhang zwischen Wachstum und Wohlstand

Wirtschaft ohne Wachstum? Wirtschaft nur mit Wachstum!

Angesichts der derzeitigen Krisenstimmung bekommt das Wort Wirtschaftswachstum vielfach einen nahezu sakralen Glanz: Wir brauchen Wachstum, damit wir weniger Arbeitslose und mehr Geld für Investitionen haben, wenn uns Wirtschaftsweise ein nachlassendes Wachstum prognostizieren, überfällt uns Panik. Da passte es gut, dass im Imshäuser Gespräch die Ökonomen Sebastian Dullien und Jakob von Weizsäcker der Frage nachgingen, ob Wohlstand ohne Wachstum überhaupt möglich sei. mehr... [23. September 2011]


Vortrag über das Verhältnis von Religionen und Politik in Imshausen

Macht Religion Politik? Religion Macht Politik

Nicht erst der 11. September 2001, der sich in diesem Jahr zum zehnten Mal jährt, hat die Frage nach den Verbindungen zwischen Religion und Politik aufgeworfen. Das machte der ehemalige Vorsitzende des Ökumenischen Weltkirchenrates, Konrad Raiser, deutlich, als er während des Imshäuser Jahrestreffens sein neues Buch mit dem bewusst doppeldeutig formulierten Titel „Religion Macht Politik“ vorstellte. Dass das Interesse an dieser Frage groß war, wurde bereits am Publikumszuspruch und der engagierten und lebhaften Diskussion im Anschluss an den Vortrag Raisers deutlich. mehr... [03. September 2011]


Imshäuser Gespräch zu Protestbewegungen im nördlichen Afrika

Nordafrika zwischen Friedhofsruhe und Chaos

In vielen Ländern des nördlichen Afrikas habe bis vor kurzem eine „Betonstabilität“ geherrscht, die allerdings auf tönernen Füßen gestanden habe. Diese, so konstatierte der Afrikareferent der Göttinger Gesellschaft für bedrohte Völker Ulrich Delius im Imshäuser Gespräch, jetzt innerhalb kurzer Zeit regelrecht in sich zusammen gesackt. Einen erheblichen Einfluss auf die Vorgänge hätten auch die Medien gehabt, die vor allem dafür gesorgt hätten, dass die Protestbewegungen auch im Ausland wahrgenommen worden wären. mehr... [19. August 2011]


Theologin Käßmann bei Gedenkfeier zum 20. Juli

Wir müssen Widerstand leisten

500 Menschen aus der ganzen Region haben sich am Mittwochabend zu einer Feierstunde am Trottenkreuz in Imshausen versammelt zum Gedenken an das Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944. In ihrer Gedenkrede erinnerte die Theologin Dr. Margot Käßmann an das Leben und Wirken von Widerstandskämpfer Adam von Trott zu Solz und seiner Freunde. Sich zu erinnern, reiche aber nicht, betonte Käßmann. Widerstand sei auch heute gefragt. „Wir können als Einzelne die Welt nicht grundsätzlich ändern. Aber wir werden uns auch nicht wegducken“, sagte Käßmann. mehr... [20. Juli 2011]


Besondere Ehrung für Adam von Trott

Neuer Name für Hann. Mündener Bahnhofsvorplatz

Schon vor längerer Zeit hatte der Magistrat der Stadt Hann. Münden den einstimmigen Beschluss gefasst, den Bahnhofsvorplatz der Stadt in „Adam von Trott zu Solz-Platz umzubenennen. Damit wollte sie an Adam von Trott erinnern, der hier das Städtische Gymnasium besucht und 1927 seine Abiturprüfung abgelegt hatte. In einer feierlichen Zeremonie, an der neben den beiden Töchtern Adam von Trotts, Verena Onken-von Trott und Clarita Müller-Plantenberg auch Mitglieder der Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V. teilnahmen, wurde vor dem Bahnhof eine Skulptur, eine Gedenktafel und das neue Namensschild des Platzes enthüllt. mehr... [17. Juni 2011]


Imshäuser Gespräch thematisierte Folgen der Wiedervereinigung

Zukunftsperspektive statt Freilichtmuseum

Auch 21 Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands brauchen sowohl der Ost- als auch der Westteil offensichtlich noch längere Zeit, um tatsächlich aufeinander zuzugehen. Eine echte „Mischung“ zwischen ehemaligen „Ossis“ und „Wessis“ ist zumindest bei den Generationen, die zur Zeit der friedlichen Revolution bereits erwachsen waren, bislang nicht zustande gekommen. mehr... [17. Juni 2011]


Imshäuser Gespräch stellte alternative Wirtschaftsform vor

Solidarisch gegen Strukturschwäche und Abwanderung

Eine andere Art des Wirtschaftens ist grundsätzlich möglich - nicht nur in der Zukunft, sondern vielfach auch schon jetzt. Dieses Fazit zog Prof. Dr. Clarita Müller-Plantenberg im Imshäuser Gespräch, bei dem die "Solidarische Ökonomie" im Mittelpunkt stand. Solidarisch wirtschaften bedeutet, dass regionale Wirtschaftskreisläufe und alternative Betriebsformen gefördert werden, bei denen vor dem Profit vor allem das Gemeinwohl und die Nachhaltigkeit im Mittelpunkt stehen. Als Beispiele für solche solidarisch arbeitenden Betriebe stellte Müller-Plantenberg die Energiedörfer Jühnde und Schönau vor. mehr... [13. Mai 2011]


Stiftung Adam von Trott trauert um Beiratsmitglied

Ludwig Mehlhorn verstorben

Am 3. Mai starb im Alter von 61 Jahren nach schwerer Krankheit unser Beiratsmitglied Ludwig Mehlhorn. Ludwig Mehlhorn war als überzeugter Christ aktiv in der DDR-Friedensbewegung und gründete 1987 die Initiative "Absage an Praxis und Prinzip der Abgrenzung" mit. Der Mathematiker Mehlhorn, der seit 1992 als Studienleiter für Ostmitteleuropa an der Evangelischen Akademie zu Berlin tätig war, setzte sich zeitlebens mit großem Engagement für die Aussöhnung zwischen Deutschen und Polen ein. mehr... [03. Mai 2011]


Glockenläuten in Imshausen

Paar gibt sich das doppelte JA-Wort

Premiere in Imshausen: Erstmals hat ein Paar standesamtlich in Imshausen geheiratet. Die Bebraer Standesbeamtin Alexandra May hat Monika Gesing und Stefan Walper, die zum ehrenamtlichen Helferkreis der Stiftung Adam von Trott gehören, im "Wohnzimmer" von Imshausen getraut. Anschließend haben sich die beiden in der Imshäuser Krypta von Pfarrerin Gundula Eckert auch kirchlich trauen lassen. mehr... [26. April 2011]


Dr. Roni Hammermann zur Situation an israelischen Checkpoints

Ein Funke Hoffnung für Israel

"Ein Land, das seit mehr als vier Jahrzehnten 3,5 Millionen Menschen besetzt hält und sie in ihrer Bewegungsfreiheit stark einschränkt, kann selbst auf Dauer nicht demokratisch bleiben." Mit dieser deutlichen Aussage begann Dr. Roni Hammermann von der israelischen Frauenfriedensorganisation "Machsom Watch" ihren Vortrag beim Imshäuser Gespräch. Damit umriss sie auch ihre eigene Motivation, die sie und ihre Mitstreiterinnen dazu bringt, sich in der Menschenrechtsarbeit zu engagieren und nahezu täglich an den Kontrollpunkten zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten als Beobachterin präsent zu sein. mehr... [08. April 2011]


Katholischer Widerstand am Beispiel Kardinal Galens im Imshäuser Gespräch

Auch Selige sind keine perfekten Menschen

Ein "politischer" Bischof war der Münsteraner Bischof Clemens August Kardinal Galen nicht, die Seelsorge stand im Mittelpunkt seines Handelns. Das machte Dr. Marcin Golaszewski gleich zu Beginn des Imshäuser Gesprächs deutlich. Dennoch wird der Name Galen sehr eng mit dem Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime verbunden. Dies sei, so Golaszewski, vor allem dadurch zu erklären, dass vor allem Galens drei berühmt gewordenen Predigten, die sich gegen die "Vernichtung lebensunwerten Lebens", und gegen die Enteignung von Klöstern richteten, vielen Menschen Mut zum offenen Wort und zum Handeln gemacht hätten. mehr... [25. März 2011]


Imshäuser Gespräch zum Thema Nahostkonflikt mit Dr. Johannes Gerster

Nur Gespräche können die Situation verbessern

Ein Ausgleich zwischen Israelis und Palästinensern sei grundsätzlich möglich. Davon zeigte sich Dr. Johannes Gerster aus Mainz im Imshäuser Gespräch trotz nahezu unüberwindlicher Schwierigkeiten und großer Komplexität der Konflikte im Nahen Osten überzeugt. Dafür, so betonte der ehemalige Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und langjährige Repräsentant der Konrad-Adenauer-Stiftung in Jerusalem, sei allerdings eine weitgehende Räumung der jüdischen Siedlungen in den besetzten Gebieten eine wesentliche Voraussetzung. mehr... [25. Februar 2011]


Wettbewerb "Ideen-Initiative Zukunft"

Stiftung Adam von Trott belegt 2. Platz

Die Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V. wurde beim Wettbewerb "Ideen-Initiative Zukunft", der von der Drogeriemarktkette dm und der UNESCO- Kommission ausgerichtet wurde, als eines von drei regionalen Projekten ausgezeichnet. Die Stiftung präsentierte sich im Internet und für zwei Wochen auch im Bad Hersfelder dm-Markt als außerschulischer Lernort. mehr... [25. Februar 2011]


Imshäuser Gespräch zur Kooperation der deutschen Polizei mit Folterregimen

Folter wird verschwiegen

Die Worte "Menschenrechte" und "Folter", so betonte der Schenklengsfelder Publizist Dieter Schenk im Imshäuser Gespräch, kämen im Sprachgebrauch der deutschen Polizeibehörden nicht vor. Schenk hob hervor, dass insbesondere das Wiesbadener Bundeskriminalamt, bei dem er selbst lange tätig war, eine hoch angesehene, moderne und sehr erfolgreiche Behörde sei. Trotz aller Rechtsgebundenheit ihres Agierens im eigenen Land sei, so Schenk, die deutsche Polizei aber nicht frei von jeglichem Verdacht der Unterstützung von Menschenrechtsverletzungen. Immerhin würden in rund 111 Staaten, die über das Netz der Interpol mit dem BKA eng verbunden sei, Menschen gefoltert, misshandelt oder extralegal hingerichtet. mehr... [11. Februar 2011]


Imshäuser Gespräch stellte Elisabeth Schmitz und Katharina Staritz vor

Vergessen und verdrängt

"Von der Gestapo verfolgt und von der Kirchenbehörde fallen gelassen" - so qualifizierte die Theologin Katharina Staritz ihre Situation im Dritten Reich. Im Imshäuser Gespräch stellten Dietgard Meyer, die als Landespfarrerin lange für die Frauenarbeit in der kurhessischen Landeskirche zuständig war und die Oldenburger Kirchengeschichtlerin Prof. Dr. Ilse Meseberg-Haubold mit Staritz und der aus Hanau stammenden Lehrerin Elisabeth Schmitz zwei beeindruckende Frauen vor. mehr... [28. Januar 2011]


Artikelarchiv seit 2005

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