Stiftung Adam von Trott | Imshausen e.V.
 



Diskussion beim Imshäuser Gespräch

Wozu noch Journalismus?

„Das Internet ist für uns wie elektrischer Strom – wir können unseren Job nicht ohne machen.“ Jan Schlüter, stellvertretender Chefredakteur der HNA, machte beim Imshäuser Gespräch zum Thema „Wozu noch Journalismus?“ am Freitagabend deutlich, dass das Internet die Arbeit von Journalisten zwar verändert, sie aber nicht ersetzen wird. Informationen sammeln, aus der unendlichen Menge eine Auswahl treffen und diese bewertet an Leser weitergeben – das werde auch dann noch wichtig sein, wenn die gedruckte Zeitung auf Papier durch andere Endgeräte ersetzt sein werde, sagte Schlüter. mehr... [26. November 2010]


Imshäuser Tagung "Juristen im Widerstand" zu Ehren von Friedrich Justus Perels

Nur wenige wehrten sich gegen Terror und Willkür

In der Nacht vom 22. auf den 23. April 1945 wurden 16 Menschen auf einem Ruinengelände nahe dem Gefängnis an der Lehrter Straße in Berlin erschossen. Unter ihnen waren Klaus Bonhoeffer und Rüdiger Schleicher sowie der Jurist Friedrich Justus Perels, dessen Geburtstag sich am 13. November 2010 zum 100. Mal jährte. Dieses besondere Datum hatten die Stiftung Adam von Trott und der Dietrich-Bonhoeffer-Verein zum Anlass genommen, um an Perels, zu erinnern, der Justitiar und Rechtsberater der Bekennenden Kirche war. mehr... [12.-14. November 2010]


Carl Wilhelm Macke im Imshäuser Gespräch über Einschränkungen der Pressefreiheit

Zartes Pflänzchen Pressefreiheit

"Wer die Medien hat, kann mit der Macht rechnen", dieser Satz des Literaturwissenschaftlers Hans Mayer, den der Journalist Carl Wilhelm Macke gleich zu Beginn des Imshäuser Gesprächs zitierte, ist alles andere eine Binsenweisheit. In vielen Ländern der Welt werden Journalisten unter Druck gesetzt und setzen in ihrer täglichen Arbeit vielfach sogar ihr Leben aufs Spiel, wenn ihre Berichterstattung Macht und Machtstreben in die Quere kommt. mehr... [05. November 2010]


Joachim Gauck macht deutlich, warum ihm die Freiheit so viel bedeutet

Ein Mensch mit Gefühlen

Spontane Heiterkeit kommt unter den rund 500 Besuchern in der Bad Hersfelder Stadthalle auf, als Joachim Gauck eine pathetische Ode auf den Sowjetdiktator Stalin rezitiert, wie sie in seinen Rostocker Kindertagen zur offiziellen Staatskultur gehörten. „Damals war das todernst gemeint“, erklärt der Redner. Wer sich darüber lustig machte, wurde bestraft. mehr... [05. Oktober 2010]


Imshäuser Gespräch: Spannender Blick in die Zukunft der gedruckten Medien

Papier - eine Riesenlast

„Ich hoffe, dass wir Ihnen in zehn bis 15 Jahren keine Zeitung aus Papier mehr zukommen lassen müssen.“ Harold Grönke, der Geschäftsführer der HNA, nahm beim Imshäuser Gespräch zum Thema „Die Zukunft der gedruckten Medien“ am Freitagabend kein Blatt vor den Mund.
Natürlich wird es auch dann eine Zeitung geben, aber sie wird wahrscheinlich zum größten Teil über elektronische Medien verbreitet - im Internet oder über E-Books. „Das Drucken und Verteilen der Zeitungen aus Papier macht 50 Prozent der Kosten aus“, erläuterte Grönke. mehr... [17. September 2010]


Was die Unterlagen der DDR-Staatssicherheit heute zu sagen haben

Wenn die Akten lügen

20 Jahre nach der Wiedervereinigung, 20 Jahre nach der Forderung "Meine Akte gehört mir!" - wen interessieren da noch Stasi und DDR? Mit dieser zugespitzt formulierten Frage eröffnete der frühere Oberkirchenrat Ludwig Große aus Bad Blankenburg seinen Vortrag vor den Teilnehmern des Imshäuser Jahrestreffens. Dass diese Frage tatsächlich eine rhetorische war, wurde anhand der Reaktionen der Zuhörer sehr schnell klar: Große vermochte sein Publikum durch seine Präsenz und seine differenzierte Sichtweise auf den Umgang mit den Akten der Staatssicherheit schon nach wenigen Minuten zu fesseln. mehr... [28. August 2010]


Bücherschatz für die Stiftung Adam von Trott

Dietfrid Krause-Vilmar übergibt Bibliothek

Einen besonderen Schatz konnte die Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V. bei ihrem Jahrestreffen aus den Händen von Professor Dr. Dietfrid Krause-Vilmar aus Kassel in Empfang nehmen: Im Rahmen der Mitgliederversammlung übergab Krause-Vilmar seine in mehr als dreißig Jahren zusammengetragene Forschungsbibliothek zum Nationalsozialismus an den Verein. mehr... [28. August 2010]


Kultursenatorin Karin von Welck am Imshäuser Kreuz

"Haben nicht umsonst ihr Leben geopfert"

Zum Gedenken an das Attentat auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944 versammelten sich am Dienstagabend wieder zahlreiche Menschen zu einer Feierstunde am Trottenkreuz in Imshausen.
In der Gedenkrede beleuchtete in diesem Jahr die scheidende Hamburger Kultursenatorin Karin von Welck das Leben und Wirken von Widerstandskämpfer Adam von Trott zu Solz. Von Welck hatte am Sonntag zusammen mit Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust angekündigt, ihr Amt am 25. August aufzugeben. mehr... [20. Juli 2010]


Von der Schöpfungsgeschichte bis zum Internet

Im Laufschritt durch die Geschichte der Medien

"Am Anfang waren die Medien" - schon der Beginn des Imshäuser Gesprächs mit Professor Dr. Jochen Hörisch war eine kleine Provokation, bei der die biblischen Anklänge nicht ganz von ungefähr kamen. Damit hatte Hörisch schon zu Beginn knapp umrissen, welchen großen Bogen er in seinem Vortrag in nur 45 Minuten schlagen wollte. Bereitwillig ließ sich das Publikum auf den geistigen Parforceritt durch die Geschichte der Medien ein und kam dabei auch im Hinblick auf Kurzweiligkeit voll auf seine Kosten. Hörisch zog Parallelen zwischen Religion und Wirtschaft, indem er die Funktionsweise des Zentralbankrates der Europäischen Zentralbank mit der des päpstlichen Konklave verglich, setzte die "Leitmedien" Hostie, Münze und CD in Beziehung zueinander und führte seine Lieblingsband, die Beatles als Kronzeugen für die Entwicklung der Medien an. mehr... [25. Juni 2010]


Polnische Jugendliche besuchten mit deutschen Gastgebern Imshausen

Es gibt Verbindungen

Deutsch, Polnisch und Englisch waren die "Verkehrssprachen", in denen sich zwei Tage lang die Schülerinnen und Schüler aus den polnischen Orten Krynica und Lonsko mit ihren Partnerschülern aus der Sontraer Adam-von-Trott-Schule und der Eschweger Anne-Frank-Schule verständigten. Sie alle waren zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern nach Imshausen in die Stiftung Adam von Trott gekommen, um hier im Elternhaus des Widerstandskämpfers Adam von Trott zu Solz ein Stück lebendige deutsche Geschichte zu erleben und über das nicht immer einfache Verhältnis zwischen ihren Heimatländern nachzudenken. mehr... [25. Mai 2010]


Imshäuser Gespräch: Online über Rechtsextremismus informieren und Aussteiger beraten

Mit eigenen Waffen schlagen

Ein Zeichen setzen gegen Rechtsradikale genau an dem Ort, an dem diese besonders aktiv sind: Das ist das Ziel von Martin Ziegenhagen, der Mitarbeiter der Online-Beratung gegen Rechtsextremismus ist. Beim Imshäuser Gespräch stellte Ziegenhagen dar, wie sein Verein "Gegen Vergessen für Demokratie e.V." Opfer, Angehörige und potenzielle Aussteiger betreut und berät. mehr... [07. Mai 2010]


Imshäuser Gespräch mit Regine Pfeiffer vom KFN

Wo Gewalt zum spielerischen Vergnügen werden kann

Regine Pfeiffer hatte ihr Publikum in Imshausen vorgewarnt, aber die Bilder und Videos, die sie aus unterschiedlichen Computerspielen zusammengestellt hatte, waren größtenteils sehr erschreckend. Es war nicht nur das virtuelle Blut, das in einigen der Spielszenen überreichlich floss, sondern die Menschenverachtung, die an vielen Stellen mehr als deutlich wurde. Teilweise bis über die Grenze der Erträglichkeit hinaus. Das Publikum des Imshäuser Gesprächs reagierte auf den aufwühlenden Vortrag Pfeiffers mit einer engagierten Diskussion, in der nicht nur die offensichtlichen Folgen von Computerspielen hinterfragt wurden. mehr... [23. April 2010]


Stiftung Adam von Trott prämierte Schülerbeiträge aus Bad Hersfeld und Sontra

Gesicht für die Geschichte

Ein Auto fährt durch die Natur, vorbei an Bäumen und Feldern. Von draußen fällt Regen gegen die Fensterscheiben, im Hintergrund spielt Musik. Dann hält der Wagen an. Eine junge Frau steigt aus, geht einige Schritte, bis sie schließlich am Grab von Adam von Trott zu Solz ankommt - und die Sonne vom Himmel scheint: So beginnt der Film, mit dem eine Schülergruppe der Bad Hersfelder Modellschule Obersberg den ersten Preis in der Kategorie Video beim Schülerwettbewerb der Imshäuser Stiftung Adam von Trott gewonnen hat. mehr... [08. März 2010]


Medienjurist Behrmann streicht positive Aspekte von Computerspielen heraus

Spiele aus der Schmuddelecke holen

Computerspiele seien ein Medium der Zukunft. Sie versprächen technische Innovation, die weit über ihre Anwendungsmöglichkeiten im Spiel hinausgingen. Durch einen allgemein möglichen Zugang ermöglichten sie demokratische Strukturen und sie seien ein Kulturgut. Davon zeigte sich der Medienjurist und Geschäftsführer des Bundesverbandes der Spieleentwickler, Dr. Malte Behrmann, überzeugt. Er war auf Einladung der Stiftung Adam von Trott und der Friedrich-Ebert-Stiftung nach Imshausen gekommen. mehr... [05. März 2010]


Medienpädagogin über kindlichen Medienkonsum

Kinder sind lieber draußen

"Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr", dieser Leitsatz gilt nach Überzeugung der Medienpädagogin Dr. Paula Bleckmann, die auf Einladung der Stiftung Adam von Trott und der Friedrich-Ebert-Stiftung nach Imshausen gekommen war, eindeutig nicht für die Nutzung von Bildschirmmedien durch Kinder. Es könne nicht darum gehen, Kinder möglichst schon im Kindergartenalter mit dem Konsum von Medien vertraut zu machen, sondern ihnen möglichst viele Kompetenzen mit auf den Weg zu geben. Diese könnten, so Bleckmann, meist besser durch Aktivitäten wie Vorlesen, Seilspringen oder gemeinsames Kochen trainiert werden, als durch das Hantieren mit der Computermaus. mehr... [19. Februar 2010]


Medienpädagogin über die Nutzung des Internets durch Jugendliche

In den Chatraum statt auf den Dorfplatz

Online-Räume, die über das Internet oder das Handy erschlossen werden können, sind für viele Jugendliche heute das was früher der Dorfplatz war. Diese Erkenntnis stand im Mittelpunkt des Vortrages, mit dem die stellvertretende Direktorin des Münchener Instituts für Medienpädagogik, Ulrike Wagner, das erste Imshäuser Gespräch des Jahres eröffnete. Das Institut betreibt seit vielen Jahren intensive Forschungen zur Mediennutzung insbesondere durch junge Menschen - früher vor allem zu Film und Fernsehen heute schwerpunktmäßig zur Nutzung digitaler Medien. Dabei sei es auch für Wissenschaftler schwierig, die Übersicht zu behalten, weil das Internet ein sehr schnelllebiges Medium sei, in dem ständig ebenso viele neue Angebote entstehen wie verschwinden, erklärte Wagner. mehr... [29. Januar 2010]


Zum Tode Freya von Moltkes (1911-2010)

Letztes aktives Mitglied des Kreisauer Kreises verstorben

Sie waren viel mehr als nur die starken Frauen, die ihren Männern für die Widerstandsarbeit den Rücken freihielten. Zwar waren nicht alle, so wie Freya von Moltke, die im Januar dieses Jahres starb, und Marion Gräfin Yorck von Wartenburg in Details der Neuordnungspläne der Kreisauer eingeweiht und an ihrer Entstehung aktiv beteiligt. Dennoch - und dessen waren sich die Mitglieder des Kreises und die am Attentat vom 20. Juli 1944 Beteiligten bewusst - hatte der Rückhalt, den sie in ihren Familien und insbesondere durch ihre Ehefrauen hatte, eine besondere Bedeutung. mehr... [01. Januar 2010]


Artikelarchiv seit 2005

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