Stiftung Adam von Trott | Imshausen e.V.
 


Polnische Jugendliche besuchten mit deutschen Gastgebern Imshausen

Es gibt Verbindungen

Deutsch, Polnisch und Englisch waren die "Verkehrssprachen", in denen sich zwei Tage lang die Schülerinnen und Schüler aus den polnischen Orten Krynica und Lonsko mit ihren Partnerschülern aus der Sontraer Adam-von-Trott-Schule und der Eschweger Anne-Frank-Schule verständigten. Sie alle waren zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern nach Imshausen in die Stiftung Adam von Trott gekommen, um hier im Elternhaus des Widerstandskämpfers Adam von Trott zu Solz ein Stück lebendige deutsche Geschichte zu erleben und über das nicht immer einfache Verhältnis zwischen ihren Heimatländern nachzudenken.

Dabei kamen sie am Ende zu dem Ergebnis, dass sich die Träume und Wünsche junger Polen gar nicht so sehr von denen deutscher Jugendlicher unterscheiden. Im Umgang miteinander konnte so manches Klischee über den Nachbarn ausgeräumt werden.

Jugendliche aus Polen und Deutschland.

Beim gemeinsamen Kochen, Singen, Spielen und Diskutieren kamen sich die 50 Schüler aus den vier verschiedenen Schulen schnell näher. Eine besondere Herausforderung war es, in gemischten Gruppen die Umgebung zu erkunden und dabei an den verschiedenen Stationen einer eigens ausgearbeiteten Rallye Näheres über Adam von Trott, seine Familie, die Kommunität Imshausen und das Dorf herauszufinden.

Dabei stellte sich schnell heraus, dass es eine Verbindung Adam von Trotts auch in das heutige Polen gibt: Adam von Trott gehörte als außenpolitischer Kopf dem Kreisauer Kreis an, der seinen Namen aufgrund seiner Treffen auf dem Familiengut der Familie von Moltke erhielt. Das niederschlesische Kreisau liegt seit 1945 in Polen. Hier befindet sich seit 1990 eine deutsch-polnische Jugendbegegnungsstätte, mit der die Imshäuser Stiftung Adam von Trott eng zusammen arbeitet.

Etwas Besonderes war dieses Projekt auch für die Geschäftsführerin der Stiftung, Ute Janßen, die in die inhaltliche Gestaltung des Aufenthaltes der Schüler eng eingebunden war. Das sei nicht nur durch die Zusammenarbeit von gleich vier Schulen aus zwei Nationen bedingt gewesen. Eine echte Herausforderung sei es gewesen, so betonte Janßen, dass die Gruppe aus Schülerinnen und Schülern der Klassen 7 bis 10 bestanden habe, auf in differenzierter Weise eingegangen werden musste.

Dieser Artikel ist erschienen in der HNA Rotenburg | www.hna.de


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