Stiftung Adam von Trott | Imshausen e.V.
 


Zum Tode Freya von Moltkes (1911-2010)

Letztes aktives Mitglied des Kreisauer Kreises verstorben

Sie waren viel mehr als nur die starken Frauen, die ihren Männern für die Widerstandsarbeit den Rücken freihielten. Zwar waren nicht alle, so wie Freya von Moltke, die im Januar dieses Jahres starb, und Marion Gräfin Yorck von Wartenburg in Details der Neuordnungspläne der Kreisauer eingeweiht und an ihrer Entstehung aktiv beteiligt.

Dennoch - und dessen waren sich die Mitglieder des Kreises und die am Attentat vom 20. Juli 1944 Beteiligten bewusst - hatte der Rückhalt, den sie in ihren Familien und insbesondere durch ihre Ehefrauen hatte, eine besondere Bedeutung.

Freya von Moltke.

Mit Freya von Moltke ist das letzte aktive Mitglied des Kreisauer Kreises verstorben. Sie hat sich ebenso wie die Mehrzahl der anderen Witwen der Widerstandskämpfer (unter anderem auch Clarita von Trott zu Solz) nach dem Krieg für Versöhnung und Verständigung, aber auch für eine aktive und angemessene Würdigung ihres ermordeten Ehemannes eingesetzt. Insbesondere Freya von Moltke kommt darüber hinaus das besondere Verdienst um den Aufbau der Jugendbegegnungsstätte in Kryzowa (Kreisau) zu, die zu einem besonderen Ort nicht nur für die Verständigung zwischen deutschen und polnischen Jugendlichen geworden ist.

Die "Frauen des 20. Juli" (lesenswert hierzu ist Dorothee von Meding: Die Frauen des 20. Juli, Siedler-Verlag) waren wichtige Zeitzeuginnen, die insbesondere die junge Menschen mit Interesse begleitet und in ihrem Engagement unterstützt und ermutigt haben.

Einen von Ludwig Mehlhorn verfassten Nachruf für Freya von Moltke finden Sie auf der Internetseite der Berliner Kreisau-Initiative.

Dieser Artikel ist erschienen in der HNA Rotenburg | www.hna.de


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