Stiftung Adam von Trott | Imshausen e.V.
 



Esther-Marie Ullmann-Goertz las aus ihrem Leben

Ein Gedicht für jeden Tag

Jeder Tag ein Fest, für jeden Tag ein Gedicht. Und für jeden Monat steht ein Bild. "Tage Feste", diesen Titel trägt der Gedichtband von Esther-Marie Ullmann-Goertz aus Berlin, aus dem die Autorin dem Publikum beim Imshäuser Gespräch einige Texte vorstellte. Jedem Tag eines Jahres hat Ullmann-Goertz, die als Pfarrerin zu den Gründerinnen der Gruppe "Solidarische Kirche" in der DDR zählte, ein kurzes Gedicht gewidmet. Nicht nur persönliches Reflexionen sind dabei herausgekommen, sondern aus ihrer Perspektive als DDR-Bürgerrechtlerin, die wie sie betonte, in zwei Deutschländern gelebt hat, auch Blicke auf die Veränderungen, die sich in Deutschland und Europa (besonders in Ullmann-Goertz' zweiter Wahlheimat Polen) seit 1989 vollzogen haben. mehr...


Der November 1989 aus der Sicht eines westlichen Rundfunk-Korrespondenten

Vielfalt in Freiheit feiern

Als "Festspiele der überwiegend falschen Töne" charakterisierte der Journalist Gerhard Rein, der von 1982 bis zum Ende der DDR als Hörfunkkorrespondent des Süddeutschen Rundfunks in Ost-Berlin tätig war, die Ereignisse des Herbstes 1989 im Imshäuser Gespräch. Rein würdigte besonders die Leistung derjenigen, die den Anfang machten, die etwas wagten und ihre Angst überwanden. Viele derjenigen, die später als "Bürgerbewegte" bekannt wurden, hatte Rein schon vor 1989 kennen gelernt. mehr...


Axel Noack im Imshäuser Gespräch zu 1989

Der Griff nach dem Mantel der Geschichte

20 Jahre nach 1989 sei es mehr als notwendig, den Blick weg von den deutsch-deutschen Befindlichkeiten hin nach Europa zu weiten. Das betonte der ehemalige Magdeburger Bischof Axel Noack im Imshäuser Gespräch. Dazu gehöre auch die Erinnerung an die Beiträge der Großmächte USA und UdSSR sowie der anderen Länder der Weltgemeinschaft zum Gelingen der deutschen Wiedervereinigung. mehr...


Nachruf auf Heinrich von Trott zu Solz

Persönlichkeit, die bleiben wird

Heinrich von Trott zu Solz war eine Persönlichkeit. Es war nicht möglich, mit ihm in einem Raum zu sein und ihn nicht zu bemerken. Es war kaum möglich, ihn kennen zu lernen, ohne von ihm fasziniert zu sein. Vielen ganz unterschiedlichen Menschen wird er im Gedächtnis bleiben. Denn er war ein Mann, der die Vergangenheit stets im Blick hatte und trotzdem bis ins hohe Alter wach und neugierig blieb für die Gegenwart. mehr...


Manfred Scharrer gibt Einblick in DDR-Staatsapparat

Mit Briefen ins Stasi-Visier

Sämtliche Register der Bespitzelungs- und Fahndungsmaßnahmen zog die Staatssicherheit, als sie sich zu Beginn der 1960er Jahre auf die Suche nach einem anonymen Magdeburger Leserbriefschreiber begab: Sie überprüfte mehrere tausend männliche Teilnehmer am Berliner Deutschlandtreffen der FDJ, Soldaten der Nationalen Volksarmee und eine größere Anzahl Journalisten und "Volkskorrespondenten". mehr...


Bischof Dr. Martin Hein würdigte Adam von Trott im Festgottesdienst

Ohne Scheu vor den Folgen

Die Feiern zum 100. Geburtstag von Adam von Trott zu Solz wurden mit einem Festgottesdienst beendet. Zur gemeinsamen Abschlussveranstaltung von Kommunität, der Stiftung Adam von Trott und dem evangelischen Kirchspiel Solz trafen sich Familienangehörige des Widerstandskämpfers, darunter seine Witwe Clarita und die Töchter Verena und Clarita, Freunde und Bekannte auf dem Tannenhof oberhalb Imshausens. mehr...


Zum seinem 100. Geburtstag erinnerten viele Menschen an Adam von Trott zu Solz

Freudenfest für Vordenker

"Ich wünsche mir, dass wir voller Freude feiern. Denn ein Geburtstag ist ein Freudenfest, keine Trauerfeier." Es ist keine Selbstverständlichkeit, wenn Verena Onken-von Trott zum Geburtstag ihres Vaters so einen Satz sagt. Denn Adam von Trott zu Solz, der gestern 100 Jahre alt geworden wäre, starb mit 35 Jahren einen gewaltsamen Tod. Er wurde von den Nationalsozialisten hingerichtet, als einer der Männer des 20. Juli 1944. mehr...


Gedenkfeier für den Widerstandskämpfer Adam von Trott

Beherzigt ihr Beispiel

Seit genau 25 Jahren kommen die Menschen am 20. Juli am Trottenkreuz in Imshausen zusammen, um Adam von Trott zu Solz und die Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 zu ehren und ihrer zu gedenken. Und immer wieder stellt sich die Frage: "Wie können wir das angemessen tun?" Das sagte am Montagabend der frühere Ministerpräsident Dr. Reinhard Höppner aus Magdeburg. mehr...


Martin Löwenberg im Gespräch mit Bad Hersfelder Schülern

Von Schenklengsfeld ins Rigaer Ghetto

"Deutschland war unser Land, wir fühlten uns völlig dazugehörig", für Martin Löwenberg, dessen Familie über mehrere Generationen in Schenklengsfeld ansässig gewesen war, waren die Diskriminierung, Verfolgung und Ermordung jüdischer Menschen nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten eine sehr schmerzliche Erfahrung. Löwenberg, der heute mit seiner Familie in Detroit (USA) lebt und auf Einladung von Karl Honikel aus Schenklengsfeld in der Region zu Gast war, sprach im Imshäuser Herrenhaus mit Schülern der Bad Hersfelder Modellschule Obersberg. mehr...


Publizist Adam Krzeminski beim Imshäuser Gespräch

Wenn Geschichte Walzer tanzt

Als „Reisender in Sachen deutsch-polnische Verständigung“ bezeichnete sich der Warschauer Publizist Adam Krzeminski im Imshäuser Gespräch, bei dem die Entwicklung seines Heimatlandes im Schlüsseljahr 1989 im Mittelpunkt stand. Es herrsche zwar Einigkeit darüber, dass Polen einer der Vorreiter der Veränderungen gewesen sei, die vor 20 Jahren die Welt in Atem hielten, dennoch würden die Ereignisse in Deutschland und Polen bis heute sehr unterschiedlich bewertet: Für die Polen sei Papst Johannes Paul II. die entscheidende Figur, während in den Augen der meisten Deutschen eher Michail Gorbatschow der Auslöser für die Veränderungen gewesen sei. mehr...


Stadt benennt Bahnhofsvorplatz nach Adam von Trott

Er bot den Nazis die Stirn

Ein kluger Kopf, ein Mann, der sich dem Naziregime widersetzte und bis zuletzt die Hoffnung hatte, Deutschland von den Naziverbrechern zu befreien. So wird Adam von Trott zu Solz in der Literatur beschrieben. Die Stadt Hann. Münden wird - wie kurz berichtet - den Widerstandskämpfer ehren, indem sie nach einstimmigem Ratsbeschluss den Bahnhofsvorplatz nach Adam von Trott benennt und ihm eine Gedenktafel widmet. Die Nazis hatten den Diplomaten, der 1927 am Mündener Gymnasium seine Abitur bestanden hatte, nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler am 26. August 1944 hingerichtet. mehr...


Internationale Konferenz: Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern im Gedankenaustausch

Die Suche nach Europas Seele

Mit einem ersten, ganz besonderen Geburtstagsgeschenk begann der Reigen der Veranstaltungen, die die Stiftung Adam von Trott in Imshausen anlässlich des 100. Geburtstages ihres Namensgebers in diesem Jahr ausrichtet. Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern waren im Vorfeld der Konferenz "Europas Seele suchen", für die Staatsminister Günter Gloser vom Auswärtigen Amt die Schirmherrschaft übernommen hatte, dazu aufgerufen worden, sich aus verschiedenen Perspektiven der europäischen Idee anzunehmen. mehr...


Imshäuser Gespräch zur Wiedervereinigung mit Reinhard Höppner

Vom Wunder der Gewaltfreiheit

Imshausen war nicht nur der Ort, an dem der ehemalige sachsen-anhaltinische Ministerpräsident Dr. Reinhard Höppner sein neues Buch "Wunder muss man ausprobieren" vorstellte, sondern, wie der Autor berichtete, auch der Anstoß zum Schreiben desselben. Auf einer Familienrüstzeit hätten Jugendliche nach der Zeit des Umbruchs gefragt und dabei sei klar geworden, dass in den letzten 20 Jahren eine ganze Generation herangewachsen sei, die die deutsche Teilung und die beiden deutschen Staaten nicht mehr selbst kennen gelernt hätten. mehr...


Präsentation des Festprogramms

Das Erbe lebendig halten

In diesem Jahr würde Adam von Trott zu Solz am 9. August 100 Jahre alt werden. Aus diesem Anlass plant die nach ihm benannte Stiftung in Imshausen mehrere große Veranstaltungen, die von Mai bis September an das Leben und Wirken des Widerstandskämpfers erinnern. Dr. Reinhard Höppner, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes, und Ute Janßen, Geschäftsführerin der Stiftung, stellten gestern das Programm des Festjahres vor. mehr...


Konzert mit begabten Jugendlichen aus Armenien

Armenische Kammertöne im Herrenhaus

Sprühend vor Lebendigkeit - mit diesem Begriff ist das Konzert der Initiative "Kammerton" im Imshäuser Herrenhaus wohl am treffendsten zu beschreiben. Zu hören waren Werke unterschiedlicher Komponisten vom Barock bis zur Moderne, sowohl aus Westeuropa wie aus Armenien. Mit Armenien hatte es dabei eine besondere Bewandtnis: Wie schon in den vergangenen Jahren schickte "Kammerton" auch jetzt eine kleine Gruppe besonders begabter armenischer Jugendlicher auf eine kleine Tournee durch Deutschland. mehr...


Ungarischer Abgeordneter Zoltan Balóg in Imshausen

Vom Vorreiter zum Schlusslicht

Ein Offizier der Staatssicherheit verkündete nach der Grenzöffnung in einem Lager für Flüchtlinge aus der DDR lauthals die "Freiheit". Das war nur eines der Erlebnisse, das der Budapester Pfarrer und Parlamentsabgeordnete Zoltan Balóg bis heute mit dem Jahr 1989 verbindet. Balóg berichtete in Imshausen jedoch nicht nur über das magische Datum vor 20 Jahren, sondern auch über die gegenwärtige Situation in seinem Heimatland: Ungarn sei heute politisch und gesellschaftlich stark polarisiert und auch wirtschaftlich gehöre es heute zu den Schlusslichtern in der EU. mehr...


Chinesischen Studentin Jia Qiu in Imshausen

Massaker oder Zwischenfall?

Große Angst - das ist das Gefühl, das die aus Peking stammende Studentin Jia Qui, die damals gerade 12 Jahre alt war, bis heute mit den Ereignissen im Juni 1989 in ihrer Heimatstadt verbindet. "Ich möchte so etwas nie wieder erleben", das machte sie im Imshäuser Gespräch mehrmals deutlich. Das was hier im Westen als "Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens" in die Erinnerung vieler Menschen eingegangen ist, bezeichnete die Referentin als "Zwischenfall", sie illustrierte damit die offiziell von der chinesischen Regierung propagierte, die Geschehnisse eher herunterspielende Lesart. mehr...


Regierungspräsident Lutz Klein und Landrat Karl-Ernst Schmidt besuchen Stiftung Adam von Trott

Auf den Spuren der Geschichte

Erinnerung an Diktatur und Widerstand, Friedensarbeit im Geist der Ökumene und Ost-West-Begegnung - diese Ziele stehen im Mittelpunkt der Arbeit der Stiftung Adam von Trott in Imshausen. Regierungspräsident Lutz Klein besuchte jetzt gemeinsam mit Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt und Bebras Bürgermeister Horst Groß die Einrichtung und informierte sich über deren umfangreiches Angebot an Bildungs- und Jugendarbeit. mehr...


Imshäuser Gespräch zur Ökumenischen Bewegung von 1989

Laufen wie auf Glatteis

Was ist geblieben von den Hoffnungszeichen von 1989? Eine eher ernüchterte Antwort gaben Elisabeth und Konrad Raiser beim Imshäuser auf die Frage nach den bleibenden Wirkungen der Ersten Europäischen Ökumenischen Versammlung die um Pfingsten 1989 in Basel stattfand: Zwar seien hier erstmals mehr als 700 Delegierte aus fast allen europäischen Ländern und Kirchen in Basel zusammen gekommen und es sei engagiert über zentrale Zukunftsfragen gestritten und diskutiert worden. mehr...


Ute Janßen stellt Bezug zur Region her

Ziviler Widerstand der Jungen fehlt

Wie eng die Verbindung der Stauffenberg-Geschichte zu unserer Region ist, erläuterte Ute Janßen, Geschäftsführerin der Stiftung Adam von Trott in Imshausen. Noch am Abend vor dem 20. Juli, dem Tag des Attentats, habe Stauffenberg Adam von Trott in dessen Berliner Privatwohnung besucht, erklärte sie. "Die enge Verbindung ist auch deshalb aufgeflogen, weil Stauffenbergs Fahrer das Fahrtenbuch so sorgfältig führte und diesen Besuch dokumentierte", berichtete Janßen. mehr...


Diskussion nach Stauffenberg-Film

Es gab auch viele andere

Am Ende erstmal betroffenes Schweigen. Die eindrucksvolle Bildgewalt, mit der Hollywood-Regisseur Bryan Singer die Hinrichtung der Verschwörer vom 20. Juli 1944 filmisch umsetzt, lässt keinen kalt. In "Operation Walküre - Das Stauffenberg-Attentat" arbeitet er akribisch den gescheiterten Versuch, Adolf Hitler umzubringen, auf. Am Donnerstagabend zeigte das Bebraer Biber-Kinocenter den neuen Streifen, der bereits im Vorfeld für Gesprächsstoff gesorgt hat, in einer Sondervorstellung mit anschließender Diskussion. mehr...


Vorpremiere des neuen Tom-Cruise-Films

Diskussion über Walküre

"Es ist jetzt Zeit, dass etwas getan wird, aber wer den Mut hat, dies zu tun, der muss es in der Erkenntnis tun, dass er in die deutsche Geschichte als Verräter eingehen wird. Tut er es nicht, dann wird er Verräter sein vor seinem eigenen Gewissen." (Claus Schenk Graf von Stauffenberg) - Nachdenklich und mit betroffenem Schweigen verließen die meisten Besucher die Vorpremiere des neuen Hollywoodfilms "Operation Walküre" am Mittwochabend. Der wegen seines Engagements für die Scientology-Sekte umstrittene US-Schauspieler Tom Cruise ist darin in der Rolle des Hitler-Attentäters Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg zu sehen. mehr...



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