Stiftung Adam von Trott | Imshausen e.V.
 


Präsentation des Festprogramms

Das Erbe lebendig halten

Von Peter Gottbehüt

In diesem Jahr würde Adam von Trott zu Solz am 9. August 100 Jahre alt werden. Aus diesem Anlass plant die nach ihm benannte Stiftung in Imshausen mehrere große Veranstaltungen, die von Mai bis September an das Leben und Wirken des Widerstandskämpfers erinnern. Dr. Reinhard Höppner, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes, und Ute Janßen, Geschäftsführerin der Stiftung, stellten gestern das Programm des Festjahres vor.

"Ich bin glücklich darüber, dass sich die Stiftung zu diesem Anlass als junge und dynamische Einrichtung präsentiert", sagt Höppner. Das spiegele sich insbesondere im Veranstaltungsprogramm wider, das sich sehr stark - aber nicht nur - an junge Menschen richte, wie beispielsweise die Konferenz im Mai zum Thema "Europas Seele suchen", die sich an Nachwuchswissenschaftler richte, oder die im September geplante Jugendakademie-Tagung. "Darin geht es um Erfahrungen, die junge Menschen im Ausland sammeln können", erklärt Höppner. Die Biografie Adam von Trotts, der zwei Jahre in England und ein Jahr in China verbrachte, böte dazu ideale Anknüpfpunkte.

Ute Janßen und Dr. Reinhard Höppner.

"Wir pflegen hier nicht nur ein altes Erbe, sondern wir versuchen, dieses Erbe für die Gegenwart lebendig und auch fruchtbar zu machen", sagt Höppner. Obwohl die Stiftung mit vergleichsweise wenig Kapital auskommen müsse und sich ausschließlich aus Spenden finanziere, bringe sie ein beeindruckend attraktives Programm zustande.

Die Einrichtung habe einen besonders guten Ruf. "Das zeigt sich auch darin, dass wirklich herausragende Referenten gerne nach Imshausen kommen - und das für vergleichbar geringe Honorare oder sogar ganz ohne Bezahlung", verrät Geschäftsführerin Janßen. Die Stiftung lebe von dem außerordentlich großen Engagement ihrer Mitglieder, die die Anliegen von Adam von Trott wach halten wollen.

"Äußerst dankbar sind wir daher für die besonderen Spenden, die uns zum Festjahr zuteil wurden", sagt Höppner. Besonders erfreut sei man über die Unterstützung des Auswärtigen Amtes, das ja mit Adam von Trott auch einen seiner ehemaligen Mitarbeiter ehre. Den Festvortrag am 8. August werde beispielsweise Staatsminister Günter Gloser aus dem Auswärtigen Amt halten.

Dieser Artikel ist erschienen in der HNA Rotenburg | www.hna.de


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'Imshäuser Gespräche' sind eine öffentliche Veranstaltungsreihe der Stiftung, bei der in etwa monatlicher Folge aktuelle Themen und Fragestellungen aus Gesellschaft, Politik, Wissenschaft oder Ökumene in einer Abendveranstaltung erörtert werden.
Dazu lädt die Stiftung kompetente Personen als Referentinnen/ Referenten ein. Einem einführenden Vortrag folgt jeweils eine ausführliche Aussprache.
Innerhalb kurzer Zeit haben sich die 'Imshäuser Gespräche' zu einem beachteten und anerkannten Forum der politischen Auseinandersetzung und Meinungsbildung in der Region Nordosthessens entwickelt.