Stiftung Adam von Trott | Imshausen e.V.
 


Konzert mit begabten Jugendlichen aus Armenien

Armenische Kammertöne im Herrenhaus

Sprühend vor Lebendigkeit - mit diesem Begriff ist das Konzert der Initiative "Kammerton" im Imshäuser Herrenhaus wohl am treffendsten zu beschreiben. Zu hören waren Werke unterschiedlicher Komponisten vom Barock bis zur Moderne, sowohl aus Westeuropa wie aus Armenien.

Mit Armenien hatte es dabei eine besondere Bewandtnis: Wie schon in den vergangenen Jahren schickte "Kammerton" auch jetzt eine kleine Gruppe besonders begabter armenischer Jugendlicher auf eine kleine Tournee durch Deutschland. Diese Jugendlichen betreut die Berliner Initiative nicht nur in den wenigen Wochen der Tournee, sondern das ganze Jahr über durch gezielte Förderung ihrer musikalischen Ausbildung.

Begabte Jugendliche aus Armenien.

Diese Förderung ist offensichtlich ausgeprochen effektiv. Das wurde auch den Zuhörern in der Halle des Imshäuser Herrenhauses klar, die am Schluss des Konzertes sichtlich beeindruckt waren. Dabei brillierten die fünf Musiker im Alter zwischen 12 und 17, die schon jetzt mit Auszeichnungen in renommierten internationalen Wettbewerben aufwarten können, nicht nur durch die perfekte technische Beherrschung ihrer Instrumente, sondern vor allem durch Temperament, echte Leidenschaft und Freude am Musizieren. Dies galt sowohl für die solistisch vorgetragenen wie auch für die im Ensemble gespielten Stücke, deren Arrangement sehr geschickt an die Besetzung (Saxophon, Violine, Violoncello und Klavier) angepasst worden war.

Mit brillantem, klarem Ansatz und blitzsauberer Intonation beeindruckte die 14jährige Violinistin Lilit Antonyan. Ihr Können zeigte sich unter anderem im "Cantabile" von Niccolo Paganini, das sie in perfekter klanglicher und musikalischer Balance spielte. Mit Werken von Frederic Chopin und vierhändigem Spiel im Ensemble begeisterten die beiden Pianisten Spartak Margaryan und Zhora Sargsyan. Der jüngste in der Runde, der 12jährige Saxophonist Aram Poghosyan spielte eine Brazileira von Darius Milhaud, die sich als modernes Stück sehr gut in das ansonsten durch Werke aus Klassik und Romantik bestimmte Programm einpasste. Ein besonderes Klangerlebnis bot Sipan Toroyan, der Robert Schumanns "Träumereien" einmal nicht auf dem Klavier, sondern auf dem Cello spielte.

Den Schluss- und Höhepunkt dieses besonderen Konzertes, das bewies, dass die Halle im Imshäuser Herrenhaus mit seiner sehr guten Akustik durchaus auch als Konzertsaal sehr tauglich ist, bildete der berühmte Säbeltanz des armenischen Komponisten Aram Khatchaturian, der, in atemberaubendem Tempo und dennoch brillant gespielt, als Zugabe von den jungen Musikern noch einmal wiederholt wurde.

Näheres zur Initiative "Kammerton" auch unter www.kammerton.eu

Dieser Artikel ist erschienen in der HNA Rotenburg | www.hna.de


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