Stiftung Adam von Trott | Imshausen e.V.
 


Regierungspräsident Lutz Klein und Landrat Karl-Ernst Schmidt besuchen Stiftung Adam von Trott

Auf den Spuren der Geschichte

Von Peter Gottbehüt

Erinnerung an Diktatur und Widerstand, Friedensarbeit im Geist der Ökumene und Ost-West-Begegnung - diese Ziele stehen im Mittelpunkt der Arbeit der Stiftung Adam von Trott in Imshausen. Regierungspräsident Lutz Klein besuchte jetzt gemeinsam mit Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt und Bebras Bürgermeister Horst Groß die Einrichtung und informierte sich über deren umfangreiches Angebot an Bildungs- und Jugendarbeit.

Bei einem Rundgang über das Anwesen gab Geschäftsführerin Ute Janßen gemeinsam mit dem stellvertretenden Stiftungs-Vorstand Adam von Trott und den Vorstandsmitgliedern Architekt Klaus Hönig und Dorothee Engelhard den Gästen einen ersten Einblick in die Geschichte der Stiftung.

Politik- und Stiftungsvertreter.

Das Herrenhaus, das lange Zeit der Imshäuser Sitz der Familie von Trott zu Solz war, wurde 1791 von Rudolf von Trott zu Solz und seiner Frau Eleonore Christiane, geborene von Leyser, erbaut. Ursprünglich nach Norden orientiert, sei es später umgebaut und nach Süden ausgerichtet worden, erklärte Janßen den Besuchern.

Das linke Seitengebäude ist privat bewohnt. Das rechte, 2004 nach dem niederländischen Generalsekretär des ökumenischen Rates der Kirchen Willem Visser't Hooft benannte Haus, wird von der Stiftung seit 1988 als Tagungs- und Begegnungshaus genutzt, informierte die Geschäftsführerin.

Das Herrenhaus sei von 1950 bis 1995 Sitz der Kommunität Imshausen gewesen, die heute den Tannenhof oberhalb des Dorfes bewohne. Ende der 90er-Jahre wurde es laut Janßen komplett saniert und dient nun - wie das Visser't Hooft Haus - der Stiftung Adam von Trott in Imshausen als Begegnungs- und Tagungshaus.

Rund 100 Kilometer beträgt der Radius des Einzugsgebietes für die Bildungs- und Begegnungsstätte, erläuterten Adam von Trott und Ute Janßen. 2800 Übernachtungen gab es im vergangenen Jahr - etwa 1000 mehr als im Jahr 2007. "Damit war die Stiftung ein bedeutender Ort für Tagungen und Tourismus", lobte Landrat Dr. Schmidt.

Viele Jugendliche, Schul- und Kirchengruppen nutzen die Begegnungsstätte, um Fragen der Zeit zu diskutieren oder sich über den Widerstand im Dritten Reich zu informieren. Regierungspräsident Klein, der von der Arbeit der Stiftung sehr angetan war, spendete für die Bibliothek der Stiftung zwei Bücher, die sich mit dem Leben und Wirken des Widerstandskämpfers von Trott beschäftigen. Sie sollen in der Bibliothek künftig der Bildung und Weiterbildung junger Leute dienen.

Dieser Artikel ist erschienen in der HNA Rotenburg | www.hna.de


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