Stiftung Adam von Trott | Imshausen e.V.
 


Wechsel im Verein Stiftung Adam von Trott

Ute Janßen neue Geschäftsführerin

Von Vera Walger

Ute Janßen freut sich sehr auf ihre neue Aufgabe. Die Worte sprudeln nur so aus ihr heraus, wenn sie davon spricht. In diesen Tagen beginnt sie ihre Arbeit als Geschäftsführerin des Vereins Stiftung Adam von Trott in Imshausen.

Sie tritt in diesem Aufgabengebiet die Nachfolge von Joachim Garstecki an, der als geschäftsführender Studienleiter in den Ruhestand geht.

Dass ausgerechnet sie diese Stelle bekommen hat - die Bewerber waren zahlreich - ist für Ute Janßen keine Selbstverständlichkeit. Eigentlich hatte sie sich beworben nach dem Motto: "Du hast keine Chance, also nutze sie." Schließlich habe sie zurzeit noch keinen Hochschulabschluss.

Wenn Ute Janßen dann aber aufzählt, was sie alles für Qualifikationen und Interessen mitbringt, verwundert es kein bisschen, dass man sich für sie entschieden hat. Da wären zum Beispiel ihre Arbeit als Mitglied des Kirchenvorstands oder bei Amnesty International zu nennen. Und sie sagt: "Nationalsozialismus, Widerstand - das sind Themen, die sich durch mein Leben ziehen wie ein roter Faden." Ob als Mitarbeiterin bei der Hersfelder Zeitung, ob im Geschichtsverein oder in ihrem Studium, immer wieder stieß sie darauf. Und merkte, wie sehr sie das alles interessiert. Deshalb ist die Arbeit in Imshausen auch etwas, "hinter dem ich hundertprozentig stehen kann", erklärt sie.

Es ist ihr wichtig, das Andenken an Menschen wie Adam von Trott wachzuhalten. Sie möchte dabei mithelfen, die Erinnerung an die Geschichte lebendig zu halten, auch und gerade bei der Generation, die jetzt erwachsen wird.

Ihre Hauptaufgabe in Imshausen sieht Ute Janßen in der Organisation. Als Geschäftsführerin ist sie für die Betreuung der Gruppen zuständig, die in den Häusern des Vereins zu Gast sind. Öffentlichkeitsarbeit wird ein weiterer Schwerpunkt sein, auch das Werben um neue Vereinsmitglieder und finanzielle Unterstützung.

Doch sie wird auch dafür sorgen, dass die Eigenveranstaltungen der Stiftung gut ablaufen. Auch wenn künftig ein Beirat die Konzepte erstellen wird, sieht Ute Janßen inhaltlichen Gestaltungsspielraum für sich. Einen Spielraum, den sie nutzen möchte, um daran mitzuarbeiten, dass Imshausen ein Ort bleibt, wo Vergangenheit mit Leben gefüllt wird. Und noch mehr ein Ort wird, in dem sich die Generationen begegnen.

Dieser Artikel ist erschienen in der HNA Rotenburg | www.hna.de


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