Stiftung Adam von Trott | Imshausen e.V.
 



Dass nicht Lüge herrsche

Friedrich Schorlemmer hielt seine Zuhörer beim Imshäuser Gespräch in Atem

Friedrich Schorlemmer ist ein Mann mit Ausstrahlung. Das liegt an seiner melodiösen Stimme, an seinen sprechenden Händen, an seinem Gesicht, dessen Mimik in Sekundenschnelle wechseln kann von Verzweiflung zu Heiterkeit. Es liegt an seiner Ernsthaftigkeit und an seinem Humor. Wenn der bekannte Pfarrer und Publizist aus Wittenberg spricht, so wie am Freitagabend in Imshausen, dann hören ihm die Menschen zu. Wenn er etwas gesagt hat, dann glaubt man, etwas Bedeutungsvolles, ja Großes gehört zu haben. Selbst dann, wenn man es nicht wirklich verstanden hat. mehr...


Ein Gespräch mit Dr. Reinhard Höppner über den Verein Stiftung Adam von Trott in Imshausen

Ein guter, anregender, kreativer Ort

Dr. Reinhard Höppner ist der Vorsitzende des neu gebildeten Vereins Stiftung Adam von Trott in Imshausen. Der ehemalige Ministerpräsident Sachsen-Anhalts ist also hauptverantwortlich für das, was dort zukünftig passieren soll. Wir sprachen mit ihm im Herrenhaus über Imshausen, neue Strukturen, Pläne und Wünsche. mehr...


Julia Duchrow von amnesty international

Früchte der Folter nutzen?

Das Folterverbot muss absolut gelten – darin waren sich alle Besucher der Veranstaltung im Herrenhaus der Trott-Stiftung einig. Zu den Imshäuser Gesprächen mit dem Titel "Terrorismusbekämpfung in Deutschland und Europa – mit den Menschenrechten noch vereinbar?" hatte die Stiftung Dr. Julia Duchrow von der Berliner Sektion von amnesty international eingeladen. Schnell wurde auch in der sich dem Vortrag anschließenden Diskussion mit dem Plenum die juristische Komplexität und Brisanz der Thematik deutlich. Ist es zum Beispiel für einen Staat angemessen, Informationen, die durch Folter in einem anderen Staat herausbekommen wurden, selbst zu nutzen? Darf also ein Staat, der die Folter ablehnt, deren Früchte nutzen? Zwei führende Politiker der Bundesregierung hatten sich kürzlich öffentlich dafür ausgesprochen. Aber fördert dies nicht geradezu die Folterpraxis? mehr...


Oestreicher in Rotenburg

Die Zukunft Israels und der Friede des Nahen Ostens gehen uns alle an

"Betet für den Frieden Jerusalems!" Dazu hat Dr. Paul Oestreicher aus Bristol in Rotenburg aufgerufen. Der Politologe und Publizist sprach am Montagabend im Rathaus-Sitzungssaal bei einem Empfang für die Nachfahren ehemaliger jüdischer Familien. Aus Anlass der Einweihung der Gedenk- und Begegnungsstätte in der ehemaligen Mikwe hatten der Förderkreis Ehemaliges Jüdisches Ritualbad, der Magistrat der Stadt und der Verein für Kultur und Tourismus zu dem Empfang eingeladen. mehr...


Überall und nirgends zuhause

Persönliche Erfahrungen über Ausgrenzung und Nationalismus

Über die Bedeutung von Heimat sprachen in Imshausen die Germanistik-Professorin Dr. Barbara Einhorn und der Pfarrer und Politologe Dr. Paul Oestreicher. Vor etwa 50 Zuhörern berichtete das Ehepaar beim Jahrestreffen der Stiftung Adam von Trott zu Solz von den persönlichen Erfahrungen mit Ausgrenzung und machte die negativen Aspekte des Nationalismus deutlich. mehr...


Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V. als Gastgeberin

Internationale Sommerschule zur Solidarischen Ökonomie in Imshausen

“Jeder erfüllt seine Aufgabe eigenständig und mit sehr viel Engagement.“ betonte Axel Holzhauer, Vorstandsmitglied der Wassergenossenschaft Großroppershausen e.G. (Knüll) in der Imshäuser Stiftung Adam von Trott e.V., während der zweiten „Internationalen Sommerschule“. Die fünftägige Tagung fand statt zu dem Thema „Solidarische Ökonomie und regionale Entwicklung“. Gemeinsame Veranstalter waren die Arbeitsgemeinschaft „Solidarische Ökonomie“ der Universität Kassel (UNIK), das Referat Wirtschaft-Arbeit-Soziales der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck und der Deutsche Gewerkschaftsbund Nordhessen. mehr...


Produktive Unruhe stiften

Gedenkfeier zum Jahrestag des Hitler-Attentats unterm Trottenkreuz in Imshausen

Drohende Gewitterwolken und drückende Hitze haben sie nicht geschreckt. Mehrere hundert Besucher ehrten Adam von Trott zu Solz mit einer Gedenkfeier am Kreuz hoch über Imshausen.

Eingeladen hatten der SPD-Unterkreis Rotenburg und die Stiftung, die den Namen des Widerstandskämpfers trägt. Die Gedenkrede hielt Pröpstin Marita Natt vom evangelischen Kirchensprengel Hersfeld. mehr...


Widerstand kann jeder leisten

Pröpstin Marita Natt hielt die Gedenkrede

"Ich denke manchmal, beim Wort Widerstand schwingt heute etwas zu viel Romantik mit." Pröpstin Marita Natt zog in ihrer Gedenkrede Vergleiche zur Gegenwart. Widerstand leisten, sagte sie, könne jeder für sich oder in der Gruppe. Auch im Alltag gebe es Situationen, gegen die man sich auflehnen müsse. Bei der Vorbereitung eines Gottesdienstes zur Buchenwaldausstellung habe sie von Jugendlichen öfter gehört: "Mit mir hätten die das nicht gemacht. Zur Hitlerjugend wäre ich nie gegangen. Ich hätte den Kriegsdienst verweigert." Heutige Argumente müsse man unter den damaligen Bedingungen betrachten. mehr...


Auslaufmodell Atomenergie

Dr. Lutz Mez erteilte dem Ausstieg aus dem Ausstieg eine Absage

Dass er ein Feind der modernen Technik wäre, kann man Dr. Lutz Mez wahrlich nicht vorwerfen. Statt Papier und Pult benötigte er für seinen Vortrag ein Laptop. Haufenweise bunte Diagramme, Zahlen und Fakten projizierte er damit unaufgeregt an die Wand des Imshäuser Herrenhauses. Mausklick für Mausklick ging es in seiner Powerpoint-Präsentation dennoch einer Technik an den Kragen. Einer, die viele immer noch für besonders modern halten: Kernenergie. mehr...


Die Heirat ist perfekt

Stiftung Adam von Trott Imshausen e.V. - ein Neuanfang

„Wir sagen heute Ja und tauschen die Ringe.” Adam von Trott aus Bellers verglich das, was am Samstagnachmittag in Imshausen geschah, mit einer Hochzeit. Er stieß damit im Herrenhaus auf fröhliche Zustimmung. Das Bild von der Heirat passte gut und machte verständlich, worum es ging: Eine Ehe zwischen den Partnern Stiftung Adam von Trott Imshausen und Förderverein Herrenhaus Imshausen. mehr...


Was wir nicht wissen wollen

Über den Klimawandel sprach Dr. Hans-Jochen Luhmann in Imshausen

Der Schnee vorm Imshäuser Herrenhaus hat sich am Freitagabend merkwürdig verwandelt. Um 19 Uhr hatte ihn noch keiner leiden können. Eineinhalb Stunden später war er irgendwie lieb geworden, ein richtiger Tröster. Denn wenn er Mitte März so beharrlich da herumliegt - dann kann es doch so schlimm nicht sein mit dem Klimawandel, oder? Kann es doch. Und dass man sich fünf Minuten nach dem Vortrag von Hans-Jochen Luhmann schon wieder trösten kann, ist der Beweis dafür, dass der Klimaforscher recht hat: Wir wollen einfach nicht wahr haben, dass sich die Erde erwärmt, weil viel zu viel Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt. Wir tun so, als sei das Wirkliche nicht wirklich. mehr...


Widerstand beginnt beim Papier

Über Schöpfungsethik sprach Dr. Gerhard Liedke in Imshausen

Hilfe, wie soll ich das bloß verstehen? Und was hat das mit meinem Leben zu tun? Wie ein Theologie-Student im ersten Semester konnte man sich am Mittwochabend in Imshausen fühlen. Denn Dr. Gerhard Liedke, Theologe aus Heidelberg, warf in seinem Referat zur Schöpfungsethik in atemberaubendem Tempo mit Bibelstellen und Theorie zunächst geradezu um sich. Umso überraschender und erfreulicher war es, dass der Vortrag im Herrenhaus ganz und gar handfest endete – mit konkreten Tipps für das tägliche Leben. mehr...


Die doch noch das Richtige taten

Imshäuser Gespräch über Hilfe für Juden in letzter Minute

Wie ist es möglich, den Holocaust zu begreifen, den millionenfachen Mord? Wir stehen heute oft hilflos davor. Und wissen nicht, wie wir Gedenktage wie den 27. Januar, den Tag, als vor 61 Jahren das Vernichtungslager Auschwitz befreit wurde, würdig begehen sollen. Opfer, Täter, auch Widerstand werden zu Begriffen, die nicht zu fassen sind. mehr...



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