Stiftung Adam von Trott | Imshausen e.V.
 


Die Heirat ist perfekt

Stiftung Adam von Trott Imshausen e.V. - ein Neuanfang

Text und Foto von Vera Walger

„Wir sagen heute Ja und tauschen die Ringe.” Adam von Trott aus Bellers verglich das, was am Samstagnachmittag in Imshausen geschah, mit einer Hochzeit. Er stieß damit im Herrenhaus auf fröhliche Zustimmung. Das Bild von der Heirat passte gut und machte verständlich, worum es ging: Eine Ehe zwischen den Partnern Stiftung Adam von Trott Imshausen und Förderverein Herrenhaus Imshausen.

Ein halbes Jahr Verlobungszeit haben sie gebraucht, um eine Form für ihr ganz enges gemeinsames Leben zu finden. „Liebe muss wachsen.” Diese Form ist ein Verein mit neuem Namen, mit dem die Stiftung eng verschmilzt.

Stiftung Adam von Trott Imshausen e.V. - so umbenannt geht der Förderverein neuen Aufgaben entgegen. Er ist es, der zukünftig die Ziele der alten Stiftung verwirklichen soll. Der Vereinsvorstand ist auch Stiftungsvorstand. Zum Vorsitzenden dieses Vorstands wählten die Mitglieder Dr. Reinhard Höppner. Der ehemalige Ministerpräsident Sachsen-Anhalts hatte auch schon die Geschicke des Fördervereins vor dem Neuanfang geleitet. Höppners Stellvertreter sind Adam von Trott aus Bellers, zuletzt Vorsitzender der Stiftung, und Klaus Tschentscher aus Diemelstadt, zuletzt im Vorstand des Fördervereins. Außerdem in den Vorstand gewählt wurden Klaus Hönig, Steffen Müller und Dorothee Engelhard. Zudem sendet die Landeskirche mit Dekanin Gisela Strohriegl und die Kommunität Imshausen mit Bruder Georg Vertreter. Ein Platz im Vorstand ist noch frei und soll später besetzt werden.

Um den Neuanfang verwirklichen zu können, standen im Herrenhaus vor allem formale Dinge auf der Tagesordnung. Zunächst musste die Vereinssatzung geändert werden. Ein wichtiger Punkt dabei ist der neue Name. Außerdem machte der Verein die Ziele der Stiftung - zuoberst die Pflege des Gedenkens an den Widerstandskämpfer Adam von Trott - zu den seinen. Die Mitglieder stimmten der Satzungsänderung einstimmig zu. Anwesend waren auch die Freunde der Stiftung.

 

 

Neue Mitglieder dringend gesucht

Verein Stiftung Adam von Trott unterstützen

Das Gedenken an Adam von Trott und seine Freunde im Widerstand pflegen. Ökumenische und diakonische Arbeit unterstützen. Die Verständigung zwischen Ost und West fördern. Veranstaltungen anbieten zu Bildungs-, Friedens- und Umweltarbeit. Die Gebäude in Imshausen Gruppen zur Verfügung stellen - diese Ziele sind es, kurz gefasst, die der Verein Stiftung Adam von Trott Imshausen nun von der alten Stiftung übernommen hat.

Sie zu verwirklichen, dürfte vor allem finanziell gesehen nicht einfach werden, stellte der Vorsitzende Dr. Reinhard Höppner bei der Mitgliederversammlung klar. „Zusammenlegen allein ist noch keine geldfördernde Maßnahme”, sagte er. Ein Hauptproblem ist die Besetzung der Stelle des geschäftsführenden Studienleiters ab Februar 2007, wenn Joachim Garstecki ausscheidet. Denn dafür fehlt zurzeit noch das Geld. Was man im Moment für Personalkosten aufbringen könnte, „reicht nicht für so eine qualifizierte Kraft”. Höppner deutete eine Lösung an: Es wäre denkbar, jemanden für die Betreuung des Tagungsbetriebs in Imshausen anzustellen und die inhaltliche Arbeit „auch auf ehrenamtliche Schultern zu legen”. Man müsse genau abwägen, meinte Höppner, „das ist ein Prozess, der dem Vorstand jetzt bevorsteht”.

„Wir brauchen dringend neue Mitglieder”, erklärte Klaus Tschentscher, der im Vorstand schwerpunktmäßig für die Finanzen zuständig ist. Zurzeit sind es 104. Damit potenzielle neue Vereinsmitglieder nicht durch den hohen Jahresbeitrag abgeschreckt werden, beschloss die Versammlung, diesen deutlich zu senken. Statt wie bisher 260 Euro liegt er nun bei 60 Euro - in Einzelfällen auch darunter. Hinzu kommt als Option ein freiwilliger Förderbeitrag von 120 Euro. Natürlich sind dem Verein auch regelmäßige oder spontane Spenden sehr willkommen.

Diese Artikel sind erschienen in der HNA Rotenburg | www.hna.de


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'Imshäuser Gespräche' sind eine öffentliche Veranstaltungsreihe der Stiftung, bei der in etwa monatlicher Folge aktuelle Themen und Fragestellungen aus Gesellschaft, Politik, Wissenschaft oder Ökumene in einer Abendveranstaltung erörtert werden.
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Innerhalb kurzer Zeit haben sich die 'Imshäuser Gespräche' zu einem beachteten und anerkannten Forum der politischen Auseinandersetzung und Meinungsbildung in der Region Nordosthessens entwickelt.