Stiftung Adam von Trott | Imshausen e.V.
 



Holk Freytag las in Imshausen Gedichte gegen das Vergessen

Zeugnisse des Schreckens und der Hoffnung

Der Schrecken von Vernichtung, Tod und Gefangensein im Zuchthaus oder im Konzentrationslager und die Poesie – das sind zwei scheinbar unvereinbare Pole. Und doch sind in Lagern und Gefängnissen Texte, Lieder und Gedichte entstanden, die die Stimmen der Opfer direkt und eindringlich hörbar machen. Den Opfern im Umfeld des Gedenktages an die Reichspogromnacht ein Sprach-Denkmal zu setzen hatten sich die Stiftung Adam von Trott und der Kulturzug Bebra in ihrer gemeinsamen Lesung „Lyrik gegen das Vergessen“ im Imshäuser Herrenhaus vorgenommen. Und dieses Ansinnen, das zunächst so unmöglich erschien, entwickelte sich zu einer eindrücklichen, stillen und besonders intensiven Synthese aus Text und Musik.mehr... [10. November 2019]


Großer Publikumsandrang bei Konzert mit „4Singen“ in Imshausen

Große Gefühle im Mondenschein

Großer Andrang herrschte im Imshäuser Herrenhaus: Das Vokalensemble „4Singen“, bestehend aus Maria Fürthaler, Stefan Kasper (beide Bad Hersfeld) sowie Bärbel und Stefan Ragotzki (Haunetal-Bodes) lockte mit „Großen Gefühlen beim Mondenschein“ so viele Zuhörer ins Imshäuser Herrenhaus, dass die Veranstalter noch zahlreiche Stühle heranholen mussten.mehr... [19. Oktober 2019]


Imshäuser Gespräch mit dem Rechtsextremismus-Experten David Begrich

Gezielte Provokation als politisches Mittel

Rechts, rechtsextrem, rechtskonservativ und rechtspopulistisch – Begriffe, bei denen wir oft meinen, sie seien deckungsgleich. Das Imshäuser Gespräch mit dem Rechtsextremismus-Experten David Begrich aus Magdeburg, der als Mitarbeiter des Vereins miteinander e.V. Betroffene berät, Informationen sammelt und über Erscheinungsformen rechten Gedankengutes aufklärt, beinhaltete sowohl eine messerscharfe Analyse der historischen und der gegenwärtigen Strömungen auf der rechten Seite des politischen Spektrums als auch eine lebhafte Diskussion mit Publikum und Referent.mehr... [18. Oktober 2019]


Imshäuser Gespräch mit Michael Beleites

Diskussion über aktuelle Fragen der Landwirtschaft

Welche Ursachen hat der Verdrängungswettbewerb in der Landwirtschaft? Welche Auswirkungen hat die industrialisierte Landwirtschaft auf Ökologie und Verbraucher und welche Alternativen der Bewirtschaftung gibt es? Das waren einige der Fragen, mit denen sich Michael Beleites, Gärtner und Publizist aus Blankenstein bei Dresden im Rahmen eines „Imshäuser Gesprächs“ am 27. September beschäftigte.mehr... [27. September 2019]


Vergnügliches Konzert mit Renate und Roland Häusler in Imshausen

Musikalische Zeitreise in die Nachkriegszeit

Eine musikalische Zeitreise in die Nachkriegszeit und die Kinderjahre der Bundesrepublik Deutschland unternahmen Renate und Roland Häusler gemeinsam mit ihrem Publikum im Imshäuser Herrenhaus. Mithilfe von Gitarre, Mandoline und Violine, erzählte das Guxhagener Ehepaar Zeitgeschichte in Schlagern und Chansons und brachte damit auch dem Jubilar Grundgesetz zum 70. Geburtstag eine Glückwunschbotschaft.mehr... [15. September 2019]


Imshäuser Gespräch mit Dr. Benigna von Krusenstjern

Missverständnisse und Irrtümer auch nach 75 Jahren

Zum Umsturzversuch am 20. Juli 1944 gibt es eine Vielzahl an Buchveröffentlichungen und Filmen. Das Thema gilt unter vielen Historikern als „ausgeforscht“, wesentliche neue Erkenntnisse werden nicht mehr erwartet. Dennoch, das machte die Göttinger Historikerin und Trott-Biographin Dr. Benigna von Krusenstjern im Imshäuser Gespräch deutlich, gibt es zahlreiche Missverständnisse, Pauschalisierungen und Irrtümer über den deutschen Widerstand gegen Hitler, die immer wieder verbreitet und wiederholt werden.mehr... [13. September 2019]


Vortrag über Netzwerk des 20. Juli bei der Mitgliederversammlung in Imshausen

Keine „kleine Clique“, sondern ein komplexes Netzwerk

Die Beteiligten am Umsturzversuch vom 20. Juli 1944, der zu den Schlüsselereignissen der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts zählt, wurden vom nationalsozialistischen Regime als eine „ganz kleine Clique dummer Ofiiziere“ bezeichnet. Diese Behauptung hat auch in der Nachkriegszeit lange die Diskussion um den 20. Juli bestimmt. Auch der Blick auf die Beteiligten ist bis heute häufig verengt: Zumeist wird davon ausgegangen, dass die wesentlichen Akteure im Wesentlichen Militärs gewesen seien. Die Zentralfigur, auf die sich der Blick zumeist als erstes richtet, ist nach wie vor Claus Schenk Graf von Stauffenberg.mehr... [31. August 2019]


Gedenkfeier für Adam von Trott und seine Freunde

Außenminister Heiko Maas in Imshausen

„Welch ein wunderbarer Ort! Hier kann man die Herzen und die Köpfe der Menschen gewinnen, für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte – ganz im Sinne von Adam von Trott.“ Dies schrieb Bundesaußenminister Heiko Maas am 20. Juli 2019 in unser neues Gästebuch. Die Verbindung des Ortes, der Werte, für die wir auch als Verein stehen und der Person Adam von Trotts macht uns einzigartig.mehr... [20. Juli 2019]


Dieter Vaupel und Alida Scheibli stellten in Imshausen die Lebensgeschichte Blanka Pudlers vor

Unser Überleben war nicht vorgesehen

Eine Sprache finden für das Unaussprechliche – das war der wesentliche Antrieb für Dr. Dieter Vaupel aus Gudensberg, das Leben von Blanka Pudler zu beschreiben. Blanka Pudler, die 1929 in der heutigen Ukraine geboren wurde, kam als 14-jähriges Mädchen nach Auschwitz, von wo sie gemeinsam mit ihrer älteren Schwester Aranka zur Zwangsarbeit in die Munitionsfabrik nach Hessisch-Lichtenau gebracht wurde.mehr... [07. Juni 2019]


Tagung in Imshausen beleuchtete die Rolle der Kirchen und ihren Beitrag zu Europa

Die Ökumene und das „Friedensprojekt Europa“

Die Rolle der Kirchen und der Ökumene und ihre Bedeutung für das „Friedensprojekt Europa“ standen im Mittelpunkt einer Tagung, zu der die Stiftung Adam von Trott und die Universität Göttingen gemeinsam mit dem ökumenischen Netzwerk junger Menschen (MEET) eingeladen hatte. Rund 40 Teilnehmende beschäftigten sich drei Tage lang mit historischen und aktuellen Dokumenten aus den Jahren 1942 bis 2017, in denen die Entwicklungen in Europa sowohl politisch als auch theologisch diskutiert werden.mehr... [24.-26. Mai 2019]


Konzertlesung zur Instrumentalisierung Chopins im Nationalsozialismus

Von Blumen, Kanonen und Musik

In Polen war der Komponist Frédéric Chopin (1810-1849) ein Nationalheld. Doch auch viele Deutsche, unter Ihnen auch Anhänger der Nationalsozialisten, konnten sich dem Zauber der Musik Chopins nicht entziehen. Chopin, das wurde im Imshäuser Gespräch mit dem Autor Dr. Reinhard Piechocki und dem Pianisten David Andruss in besonderer Weise deutlich, spricht mit seiner Musik in besonderer Weise das gesamte emotionale Spektrum viele Menschen an. In seinem Buch „Unter Blumen eingesenkte Kanonen“ hat Piechocki Beispiele für die Instrumentalisierung Chopins durch die Nationalsozialisten gesammelt.mehr... [17. Mai 2019]


Imshäuser Gespräch zur Rolle der Treuhand mit Dr. Marcus Böick

Ein differenzierter Beitrag zu einer hochpolitischen Debatte

Das erste Foto, das Dr. Marcus Böick in seinem Vortrag über die Treuhand, ihre Tätigkeit und ihre Wahrnehmung zeigte, erkannten viele im Imshäuser Publikum: Die streikenden Kali-Kumpel von Bischofferode 1993. Gerade in unserer grenznahen Region ist dieses Ereignis dem Publikum noch sehr gegenwärtig. Die Beschäftigung mit den Vorgängen in der unmittelbaren Nachwendezeit sowie ihre Auswirkungen auf die Gegenwart in den neuen Bundesländern sind auch 30 Jahre nach dem Fall der innerdeutschen Grenze hochaktuell.mehr... [12. April 2019]


Imshäuser Gespräch zum Frauenwahlrecht

Es bleibt viel zu tun

Erst seit 100 Jahren haben Frauen die Wahl – an den Jahrestag der ersten Reichstagswahl, an der auch Frauen teilnehmen durften, erinnerte die Göttinger Historikerin Dr. Frauke Geyken, die auch am Aufbau und an der Entwicklung des Kasseler Archiv der Frauenbewegung beteiligt war, im Imshäuser Gespräch. Frauen, so Geyken, hätten lange nicht nur politisch wenig Spielräume gehabt, was sich auch in der Kleidung ausgedrückt habe: Sie konnten und sollten sich nur wenig bewegen. Die Sozialdemokratin Lily Braun, eine der prägenden Gestalten der deutschen Frauenbewegung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, habe es in dem Satz „Ich wurde gelebt“ auf den Punkt gebracht.mehr... [15. März 2019]


Shiregreen begeisterte mit Konzert im Imshäuser Herrenhaus

Vom sturen Hund Erinnerung

„Die Erinnerung ist ein ziemlich sturer Hund“ – so lautete der beziehungsreiche Titel eines der Songs, die die Band Shiregreen bei ihrem Konzert in der Stiftung Adam von Trott in Imshausen spielte. Und voller Erinnerungen – genau wie der Ort selbst, der an den Widerstandskämpfer Adam von Trott zu Solz erinnert, war auch das gesamte, von Klaus Adamaschek mit viel Fingerspitzengefühl ausgesuchte Programm. Shiregreen, die in der Besetzung Klaus Adamaschek (Gitarre und Gesang), Marisa Linß (Gesang und Percussion) und Paul Adamaschek (Bass und Keyboard) in Imshausen auftraten, hatte noch viele andere Musiker wie Leonard Cohen, Joan Baez, Reinhard Mey und Bob Dylan buchstäblich im Gepäck: Einige der Songs, die sie an diesem Abend spielten, stammten von ihrem neuen Album „References“ mit dem sie großen musikalischen Vorbildern ihre Referenz erweisen.mehr... [02. März 2019]


Ernst Ulrich von Weizsäcker plädierte im Imshäuser Gespräch für eine neue Aufklärung

Veränderung statt Zerstörung

Bis in die 1950er Jahre hinein lebte die Menschheit in einer „leeren Welt“, das hat sich mittlerweile verändert. Ein starkes globales Bevölkerungswachstum bei ungebremstem Ressourcenverbrauch sei, so betonte der ehemalige Ko-Vorsitzende des Club of Rome, Ernst Ulrich von Weizsäcker im Imshäuser Gespräch, allerdings kein funktionierendes Grundmodell für das Leben in einer „vollen Welt“, in dem nach Schlacht- und Haustieren und dem Menschen ohnehin nur noch drei Prozent des Raumes für Wildtiere blieben.mehr... [08. Februar 2019]


Imshäuer Gespräch mit Matteo Schürenberg vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Erinnerung als Gegenwartsthema

Die eine „richtige“ Erinnerungskultur gibt es nicht. Und trotzdem muss die Frage, was eigentlich „Erinnerungskultur“ im Land der Täter bedeutet, immer wieder neu gestellt werden. Dieses Resümee zog der Leiter des Referats Erinnerungskultur und Netzwerkarbeit beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Matteo Schürenberg im Imshäuser Gespräch.mehr... [25. Januar 2019]


Hülse in Kellerplatte des neuen Anbaus versenkt

Prominente Gäste bei Grundsteinlegung in Imshausen

Anlässlich der Grundsteinlegung für den neuen Anbau an den Westflügel des Ensembles der Adam von Trott Stiftung waren mit Thomas Oppermann, Michael Roth und der Präsidentin der Universität Göttingen, Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, prominente Gäste vertreten.mehr... [25. Januar 2019]


Artikelarchiv seit 2005

In unserem Artikelarchiv finden Sie alle Berichte aus und über Imshausen geordnet nach Jahren:

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Freitag, 01. November 2019, 19 Uhr | Imshäuser Gespräch
Zum Editionsprojekt über die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden
Vortrag und Gespräch mit
Dr. Susanne Heim
Politikwissenschaftlerin und Historikerin (Berlin)
Herrenhaus im Trottenpark Imshausen