Stiftung Adam von Trott | Imshausen e.V.
 


Tagung der Adam von Trott Stiftung und des Vereins zur Förderung der solidarischen Ökonomie

Impulse für Bildung, regionale Entwicklung und europäischen Austausch

Drei großen Themen widmeten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung „Austausch, Brücken und Konzepte – solidarische Ökonomie in Regionen Frankreichs und Nordhessen“: der Entwicklung von Angeboten für die Region, so zum Beispiel im Bereich der Pflege, der Mobilität und der Vernetzung zwischen Produzenten und Konsumenten. Was früher selbstverständliche Nachbarschaftshilfe war, könnte über gemeinschaftliche Arbeit in den schrumpfenden Dörfern wieder besser organisiert werden.

Bildung war ein weiterer Schwerpunkt. Neue Bildungsmaterialien für außerschulisches Lernen und für den Einsatz in Schulen sollen dazu ermuntern, mehr Verantwortung auch im wirtschaftlichen Handeln zu übernehmen. Schließlich soll der Austausch innerhalb Europas gerade zwischen Genossenschaften und Betrieben, die solidarisch wirtschaften, gestärkt werden. Hier kann man voneinander lernen, Partnerschaften ausbauen und ein Netz an Solidarität in Europa schaffen. Die Teilnehmer und Gäste aus Frankreich haben schon konkrete Kooperationspartner, deren Arbeit Antworten auf die grundlegenden Fragen des Klimawandels, der Flüchtlinge und ungleichen Verteilung von arm und reich innerhalb der EU sucht.

Solidarische Ökonomie soll sichtbarer werden.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass die Solidarische Ökonomie sichtbarer werden solle. Man müsse darüber hinaus mehr Menschen einbinden, die die Erfahrung machten, dass man viel erreichen könne, wenn man sich zusammenschließt. Auf dem kleinen Markt mit regionalen Produkten, wo sich die anwesenden Vereine, Unternehmen und Genossenschaften auch mit ihrem Informationsmaterial vorstellten, fanden angeregte Gespräche mit den Besuchern statt. So einen Ort des Austauschs und der Anregung wünschten sich Teilnehmer als festen Termin. Beim Imshäuser Gespräch im Rahmen der Tagung stellten die Reiseteilnehmer die Ergebnisse ihrer Reise nach Frankreich vor. Eindrücklich schilderten die französischen Gäste Béatrice und Gérard Barras vom solidarischen Unternehmen Ardelaine, wie es ihnen in 40 Jahren gelungen ist, eine florierende Genossenschaft mit 54 Mitarbeitern aufzubauen.

Gespräch unter Teilnehmern.

In einem Workcamp lernen Jahr für Jahr junge Menschen die Grundlagen der Teamarbeit. In 35 Jahren waren dort schon über 11.000 junge Menschen tätig. Solch eine Erfahrung präge und könne Impulse für solidarisches Handeln auch in anderen Gebieten geben. Mit einem Koffer voller neuer Aufgaben, aber auch sehr vielen Anregungen und neuen Kontakten, verließen die Gäste den Tagungsort in der Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V., um die abgesprochenen Projekte Schritt für Schritt gemeinsam umzusetzen.

Dieser Artikel ist erschienen in der HNA Rotenburg | www.hna.de


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Imshäuser Gespräche

'Imshäuser Gespräche' sind eine öffentliche Veranstaltungsreihe der Stiftung, bei der in etwa monatlicher Folge aktuelle Themen und Fragestellungen aus Gesellschaft, Politik, Wissenschaft oder Ökumene in einer Abendveranstaltung erörtert werden.
Dazu lädt die Stiftung kompetente Personen als Referentinnen/ Referenten ein. Einem einführenden Vortrag folgt jeweils eine ausführliche Aussprache.
Innerhalb kurzer Zeit haben sich die 'Imshäuser Gespräche' zu einem beachteten und anerkannten Forum der politischen Auseinandersetzung und Meinungsbildung in der Region Nordosthessens entwickelt.



Montag, 05. November 2018, 19 Uhr | Trott Lecture
Krise der Demokratie
Vorlesung von
Prof. Dr. Wolfgang Merkel
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung


Sonntag, 11. November, 15.00 Uhr | Kultur in Imshausen
Und wenn die ganze Welt zusammenfällt
Populär und doch verboten
Ein musikalischer Nachmittag in Erinnerung an die Pogromnacht von 1938 mit
Renate und Roland Häusler (Guxhagen)
Herrenhaus Imshausen

16.-17. November 2018 | Tagung
Die „Gesellschaft Imshausen“ und die geistige Erneuerung nach 1945
Herrenhaus Imshausen