Stiftung Adam von Trott | Imshausen e.V.
 


Reisegruppe informiert sich über solidarisches Wirtschaften in Frankreich

Austausch – Brücken und Konzepte

Wie ist es Regionen in Frankreich gelungen, Abwanderung zu stoppen, die regionale Wirtschaft anzukurbeln und nachhaltige Entwicklung zu fördern? Das war eine der zentralen Fragestellungen, auf die 16 Personen aus der Region Nordhessen aber auch aus Berlin und Wien in Frankreich eine Antwort suchten. Die Reise wurde von der Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V. und dem Verein zur Förderung der Solidarischen Ökonomie durchgeführt und unter anderem mit Lotto-Mitteln des Landes Hessen gefördert.

In Frankreich gibt es seit 2014 ein Gesetz zur Förderung der solidarischen Ökonomie, also von Genossenschaften, Vereinen und Kooperativen. Die Initiativen, die die Reisegruppe besuchte, waren sehr unterschiedlich: Neben „Ardelaine“ einer Genossenschaft, die in der Region Ardèche, die Wollproduktion wiederbelebte, heute 56 Arbeitnehmer hat, die alle Produktionsschritte hin zu einer fertigen Matratze oder einem modischen Pullover selbst vollziehen, wurde auch eine landwirtschaftliche Genossenschaft sowie ein Projekt besichtigt, das ein ganzes historisches Dorf wieder aufgebaut hat. In Lyon, dem Startpunkt der Bildungsreise, konnte ein Positivenergiehaus besichtigt werden, das die Genossenschaftsbank aber auch die Handelskammer beherbergt. Diese ist beauftragt, das Gesetz umzusetzen.

16 Teilnehmer informieren sich über solidarisches Wirtschaften in Frankreich.

„Wir können für unsere Region hier viel lernen und uns anregen lassen, besonders auch vom Mut und Durchhaltevermögen der französischen Partner“, bilanziert Sarah Reinke, Projektleiterin der Stiftung Adam von Trott die Reise. „Die Form der solidarischen Ökonomie ermöglicht eine ganz andere Teilhabe und Gestaltung der eigenen Arbeit und damit der Gesellschaft“, erklärt Reinke. Es gäbe in Nordhessen viele Menschen und Initiativen, die an den unterschiedlichsten Orten und Stellen Verantwortung für die Region übernehmen. Mit der Bildungsreise in der Karwoche sollten auch sie vernetzt und gestärkt werden. In einem zweiten Schritt wollen die Adam von Trott Stiftung und der Verein zur Förderung der solidarischen Ökonomie auf einer Auswertungskonferenz im Juni in Imshausen konkrete Strategien für die Region mit weiteren Akteuren aus Nordhessen erarbeiten.

Dieser Artikel ist erschienen in der HNA Rotenburg | www.hna.de


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'Imshäuser Gespräche' sind eine öffentliche Veranstaltungsreihe der Stiftung, bei der in etwa monatlicher Folge aktuelle Themen und Fragestellungen aus Gesellschaft, Politik, Wissenschaft oder Ökumene in einer Abendveranstaltung erörtert werden.
Dazu lädt die Stiftung kompetente Personen als Referentinnen/ Referenten ein. Einem einführenden Vortrag folgt jeweils eine ausführliche Aussprache.
Innerhalb kurzer Zeit haben sich die 'Imshäuser Gespräche' zu einem beachteten und anerkannten Forum der politischen Auseinandersetzung und Meinungsbildung in der Region Nordosthessens entwickelt.