Stiftung Adam von Trott | Imshausen e.V.
 


Freitag, 16. Februar 2018, 19 Uhr | Imshäuser Gespräch

Migration wagen und gestalten

Gespräch mit
Valeska Onken und Peter Bonin
Experten und Berater für die Themen Migration und Entwicklungspolitik
Herrenhaus im Trottenpark

„Migration ist kein Problem, das wir lösen können, sondern eine Realität, die wir lernen müssen zu managen“ konstatiert William Lacy Swing, Generaldirektor der Internationalen Organisation für Migration (IOM).

Auch wenn uns 2015 nicht, wie in den Medien beschrieben, eine „Flüchtlingswelle“ überrollt hat, so haben die globalen Fluchtbewegungen doch unsere politische und öffentliche Debatte ganz grundlegend verändert. Das gleiche gilt im Besonderen für die Entwicklungszusammenarbeit im Sinne des weltweiten Flüchtlings- und Migrationsmanagements. Dabei fiel es oftmals schwer, zwischen evidenzbasierten und populistischen, normativen und realpolitischen Positionen und Interessen zu unterscheiden und zu navigieren. Gibt es so etwas wie normative Prinzipien zur Gestaltung einer sicheren, geregelten und würdevollen Migrationspolitik (globales Nachhaltigkeitsziel der Agenda 2030), die eine Antwort auf realpolitische Interessen und Problemstellungen liefern? Wie kann Menschenschmuggel und Menschenhandel gemindert werden? In welchem Verhältnis stehen die Menschenrechte der Migranten und das Recht von souveränen Staaten die Einreise in das Staatsgebiet zu kontrollieren?

Valeska Onken und Peter Bonin wollen einen Blick auf die globale, europäische und deutsche Politik im Bereich Migration werfen sowie anhand von konkreten Maßnahmen (insbesondere in Afrika) den Realitätscheck wagen: • Was bringt der Global Compact on Migration – mehr Verbindlichkeit der Staatengemeinschaft? • „Fortress Europe“ oder Freizügigkeit als Errungenschaft? • Deutschland: Einwanderungsland oder „wir schaffen das“ nicht? • Grenzen ziehen in Afrika vs. Migration fördern, um Entwicklung zu ermöglichen?

Zur Person

Valeska Onken arbeitet seit 12 Jahren zu den Themen Vertreibung, Flucht und Migration. Sie konnte dabei Erfahrungen bei den Vereinten Nationen in Südsudan, Kenia und Genf, sowie in der deutschen Entwicklungs-zusammenarbeit auch im Südsudan und in der Zentrale in Eschborn sammeln. Ihr Hauptthemenschwerpunkt liegt in der Entwicklung und Beratung von Migrationsvorhaben, insbesondere in Afrika. So beriet sie in der jüngsten Vergangenheit in Ihrer Funktion als Fachplanerin zum Thema Migrationsgovernance für die Ge-sellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) die Regierung von Niger sowie die Afrikanische Union.

Peter Bonin arbeitet seit 15 Jahren in der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmhH (GIZ) in unterschiedlichen Regionen und mit unterschiedlichen Aufgaben. Er ist seit den letzten 6 Jahren Leiter des Sektorvorhabens Migration und Entwicklung, das vornehmlich das Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zu den Potenzialen von Migration für nachhaltige Entwicklung berät. Das Projekt-Team unterstützt das BMZ dabei, sich zum Thema Migration in nationalen und inter-nationalen Debatten einzubringen und entwickelt Konzepte und Instrumente, um Migration stärker für die praktische EZ nutzbar zu machen.

Wir laden Sie herzlich ein. Der Eintritt ist frei, über eine Spende freuen wir uns.


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Imshäuser Gespräche

'Imshäuser Gespräche' sind eine öffentliche Veranstaltungsreihe der Stiftung, bei der in etwa monatlicher Folge aktuelle Themen und Fragestellungen aus Gesellschaft, Politik, Wissenschaft oder Ökumene in einer Abendveranstaltung erörtert werden.
Dazu lädt die Stiftung kompetente Personen als Referentinnen/ Referenten ein. Einem einführenden Vortrag folgt jeweils eine ausführliche Aussprache.
Innerhalb kurzer Zeit haben sich die 'Imshäuser Gespräche' zu einem beachteten und anerkannten Forum der politischen Auseinandersetzung und Meinungsbildung in der Region Nordosthessens entwickelt.