Stiftung Adam von Trott | Imshausen e.V.
 



Festschrift für Friedrich Justus Perels

Rolle der Juristen im Widerstand

Am 13. November 2010 feierte die Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V. den 100. Geburtstag von Friedrich Justus Perels, den Justitiar der Bekennenden Kirche. Nun sind die Beiträge zu dieser Tagung beim Nomos Verlag erschienen. Er war der zweite Sohn des liberalen Universitätsprofessors Ernst Perels und dessen Ehefrau Antonie, geborene Hermen, die in der Johannesgemeinde in Lichterfelde-West in Berlin lebten. Friedrich Justus Perels war aktiv in der christlichen Jugendarbeit und stand in enger Beziehung zu Martin Niemöller. Er studierte unter anderem bei Gustav Radbruch Jura. Da mehrere Familienmitglieder nach 1933 ihre Universitätspositionen aus „rassenpolitischen“ Gründen verloren, trat er früh der „schrankenlose(n) Struktur der öffentlichen Gewalt …hautnah entgegen.“(Joachim Perels 2005 auf dem hannoveraner Kirchentag).mehr... [27. Oktober 2017]


Tourismusregion Mittleres Fuldatal und Stiftung Adam von Trott wollen jetzt zusammenarbeiten

Die Geschichte hautnah erleben

Der Tourismus in der „Erlebnisregion Mittleres Fuldatal“ wird um ein weiteres ungewöhnliches Angebot reicher: Übernachtungsgäste sind schon lange willkommen im Herrensitz der Adam von Trott Stiftung in Imshausen. Doch das ist wenig bekannt. Nun will die neue kaufmännische Geschäftsführerin Sarah Reinke mit dem Tourismusservice Mittleres Fuldatal und Nancy Konradt zusammenarbeiten. Im idyllisch in Imshausen gelegenen Herrenhaus und dem Visser ‘t Hooft Haus finden kultur- und geschichtsinteressierte Gäste, vor allem Gruppen, Räumlichkeiten vor, die den Geist der Geschichte und Adam von Trotts atmen.mehr... [12. Oktober 2017]


Gedenkschrift zum 100. Geburtstag von Clarita von Trott zu Solz

Auf ganz eigenem Weg

Zum 100. Geburtstag von Clarita von Trott zu Solz am 19. September hat nicht nur eine internationale Tagung stattgefunden. Es gibt auch eine umfangreiche Gedenkschrift in Buchform zum Geburtstag der Ärztin, Psychoanalytikerin und Witwe von Adam von Trott. mehr... [28. September 2017]


Tagung zum 100. Geburtstag von Clarita von Trott zu Solz

Von der Leidenschaft zur Helle

„Sie versteht, was mir im Leben am wichtigsten ist und wird mir helfen, dafür zu kämpfen“. Diesen Satz schrieb Adam von Trott 1940 in einem Brief an seine Mutter, in dem er ihr seine Verlobung mit Clarita Tiefenbacher ankündigte. Anlässlich des 100. Geburtstages von Clarita von Trott hatten sich viele Weggefährten und Interessierte auf den Weg in die Stiftung Adam von Trott und in die Sontraer Adam-von-Trott-Schule gemacht, um in einer Tagung über den „Schatz des Widerstands“ und seine Bedeutung für die Gegenwart nachzudenken. mehr... [17. September 2017]


Diskussion über Verantwortung in der Wissenschaft mit Göttinger Unipräsidentin Beisiegel

Freiheit braucht Leitplanken

Wissenschaft findet nicht im luftleeren Raum oder im viel zitierten Elfenbeinturm statt. Sie wirkt direkt mit ihren Erkenntnissen und Entwicklungen in die Gesellschaft hinein. Das machte die Präsidentin der Universität Göttingen Prof. Dr. Ulrike Beisiegel in ihrem Vortrag anlässlich des Imshäuser Jahrestreffens der Stiftung Adam von Trott unmissverständlich klar. Dabei, so betonte Beisiegel, gehe es nicht nur um die Verantwortung der Wissenschaften für die Gesellschaft, sondern auch darum, die Qualität der Forschung und Lehre selbst zu sichern. mehr... [02. September 2017]


Über 100 Gäste in zwei Bussen

Sommertour des Landrates macht Halt in Imshausen

So viele Gäste begrüßen wir nicht jeden Tag in Imshausen: Mit zwei Bussen kam der Landrat des Kreises Hersfeld-Rotenburg, Dr. Michael Koch auf seiner diesjährigen Sommertour nach Imshausen. Die über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tour hatten großes Interesse an dem historischen Herrenhaus, an Adam von Trott, der Arbeit der Stiftung und unseren Zukunftsplänen. Wir danken für den Besuch und laden gerne für das nächste Jahr wieder ein! mehr... [16. August 2017]


Takt des Schulunterrichts geht auf preußischen Kultusminister August von Trott zu Solz aus Imshausen zurück

Die Stunde, die 45 Minuten hat

Ob der kleine August, der in Imshausen geboren ist, selbst unter langen Schulstunden gelitten hat – das weiß heute wohl niemand mehr. Sicher ist aber, dass er vor über 100 Jahren als preußischer Kultusminister für Gymnasien festlegte: Die Schulglocke solle künftig nach 45 Minuten zur Pause läuten. Da es noch nicht viele Schulen dieses Schultyps gab, ermöglichte die tägliche Unterrichtszeitverkürzung auch Schülern von außerhalb der Schulstädte den Zugang zu höherer Bildung, ohne am Schulort im Internat wohnen zu müssen. mehr... [14. August 2017]


20. Juli: Gedenkfeier für den am 26. August 1944 hingerichteten Widerstandskämpfer Adam von Trott zu Solz

Toleranz bringt Sympathiepunkte

„Adam von Trott zu Solz wollte Europa zwischen den USA und Russland bewahrt sehen.“ Das sagte Gerhard Rein in der Gedenkfeier am Trottenkreuz in Imshausen. Der Journalist aus Berlin berief sich auf den Generalsekretär des Weltrates der Kirchen, den in Genf lebenden Holländer Willem Visser ‘t Hooft. Mit diesem bedeutendsten Unbekannten in Deutschland habe er Gespräche geführt und erfahren, dass Adam von Trott ein anderes Bild von Deutschland aufrechterhalten wollte, als das vom rassistischen Nationalsozialismus ramponierte und zerstörte. mehr... [20. Juli 2017]


Von der göttlichen und technischen Überwachung – Imshäuser Gespräch mit Hanna Reichel

Nicht nur Gott weiß, was wir denken

George Orwells Buch „1984“ ist eine der bekanntesten Visionen, die den Begriff der Überwachungsgesellschaft illustrieren. Zwar leben die meisten Menschen heute in sehr viel freieren Systemen als in dem von Orwell beschriebenen, in technologischer Hinsicht hat die Realität die Literatur jedoch bei weitem überholt. Das machte die Theologin Dr. Hanna Reichel aus Halle im Imshäuser Gespräch auch mithilfe des Brückenschlages in theologische und ethische Sichtweisen eindringlich deutlich. mehr... [30. Juni 2017]


Bundespräsident Steinmeier an der Georg-August-Universität Göttingen

Adam von Trott zu Solz besonderes Vorbild

„Den geistigen, auch den politischen Horizont der Studierenden weiten und demokratische Werte vermitteln“, das wünschte sich Bundespräsident Frank Walter Steinmeier in seiner Rede in der Aula der Georg-August-Universität Göttingen, in der er Adam von Trott zu Solz als besonderes Vorbild würdigte und die Kooperation zwischen der Universität und der Stiftung Adam von Trott als Beispiel für eine gelingende Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft und Hochschule hervorhob. In Göttingen machte Steinmeier gemeinsam mit seiner Ehefrau Elke Büdenbender im Rahmen seiner Antrittsreise im Land Niedersachsen Station. mehr... [07. Juni 2017]


Potrait des Widerstandskämpfers in Berlin

Auswärtiges Amt eröffnet Adam von Trott-Saal

"In diesem Saal finden viele Gespräche mit unseren internationalen Partnern statt. Da wurde ich schon gefragt, wer denn das sei, dessen Portrait hier nun hängt. So habe ich immer wieder einen Anlass, um über Adam von Trott zu sprechen", erklärt Staatsminister Michael Roth vor dem Portrait des Widerstandskämpfers. Dass in dem gestern eröffneten Saal im Ministertrakt des Auswärtigen Amtes jeden Tag aktiv Politik gestaltet und dabei an ihren Vater, seine visionären Vorstellungen einer friedlichen europäischen Nachkriegsordung aber besonders an seinen konsequenten Kampf gegen den Nationalsozialismus, gedacht wird, freut die Töchter Adam von Trotts, Verena Onken von Trott und Prof. Clarita Müller-Plantenberg. mehr... [02. Juni 2017]


Sarah Reinke ist Projektleiterin in Imshausen

Stiftung Adam von Trott will sich öffnen

„Wir wollen mehr Menschen hierher holen und selbst mehr rausgehen“ – das ist Sarah Reinke wichtig. Zurzeit ist die neue Projektleiterin der Stiftung Adam von Trott in Imshausen mit der Überarbeitung des Businessplans beschäftigt. mehr... [24. Mai 2017]


Imshäuser Gespräch mit Andreas Bummel von „Demokratie ohne Grenzen“

Keine Utopie - globale Demokratie als realistische Zukunftsvision

Populisten und Autokraten könnten sich nicht auf Dauer durchsetzen, sie gerieten schon jetzt zunehmend unter Druck, weil die Menschen immer danach strebten mitzubestimmen. Mit diesem optimistischen Fazit untermauerte Andreas Bummel im Imshäuser Gespräch seine These, dass nur ein demokratisch legitimiertes „Weltparlament“ und grundlegende Reformen des globalen politischen und wirtschaftlichen Systems dazu führen könnten, dass die großen Herausforderungen, vor denen die Menschheit stehe, gemeistert werden könnten. mehr... [12. Mai 2017]


Imshäuser Gespräch zum Historikerstreit mit Dr. Gerrit Dworok

Mehr als ein Aufruhr im Elfenbeinturm

Wie bewertet und betrachtet man Geschichte? Und wie prägen Geschichtsschreibung und Geschichtspolitik das Selbstverständnis der Menschen in der Bundesrepublik Deutschland? Diese Fragen bestimmten vor 30 Jahren den so genannten „Historikerstreit“, der viel mehr war, als nur eine in den Feuilletons geführte Debatte unter Fachwissenschaftlern. Bis heute, so betonte der aus Rotenburg stammende Historiker Dr. Gerrit Dworok im Imshäuser Gespräch, sei kein Satz dieser Debatte unumstritten, das Nachdenken über den Historikerstreit rufe immer noch starke Reaktionen hervor. mehr... [07. April 2017]


Imshäuser Gespräch zur Ärztin und „Religionsphilosophin“ Mathilde Ludendorff

Frauenrechtlerin und Wegbereiterin der NS-Ideologie

Der Kampf um Frauenrechte und völkisches Denken – das klingt zunächst nach einem deutlichen Widerspruch, nach dem Streben nach gesellschaftlichem Fortschritt einerseits und dem Beharren in einer vermeintlich besseren Vergangenheit anderseits. Dass dies nicht zwangsläufig so verstanden werden muss, machte die Leiterin des Eschweger Stadtarchivs und -museums Dr. Annika Spilker im Imshäuser Gespräch deutlich, in dem sie ihr Buch über Mathilde von Kemnitz-Ludendorff vorstellte. mehr... [24. März 2017]


Dorothee Engelhard übernimmt vorübergehend Vorsitz der Stiftung von Trott

Neue Köpfe, große Pläne

Nach dem Rücktritt des Vorsitzenden der Stiftung Adam von Trott, Prof. Roland Merten, vor sechs Wochen hat zunächst die bisherige Stellvertreterin, Dorothee Engelhard, diese Aufgabe übernommen. Er habe den erforderlichen Rückhalt der Mitglieder in einer für die Stiftung schwierigen Zeit nicht mehr gegeben gesehen, hieß es zur Erklärung in einer Mitteilung an die Vereinsmitglieder. Merten, der an der Jenaer Uni Erziehungswissenschaften lehrt, war allerdings wenige Monate zuvor als Vorsitzender bestätigt worden und bleibt auch weiterhin Mitglied. mehr... [20. März 2017]


Imshäuser Gespräch mit dem Stadt- und Regionalökonomen Prof. Dr. Eberhard von Einem

Bezahlbarer Wohnraum – eine Voraussetzung für gelingende Integration

Wie kann die Unterbringung von Menschen, die vor Menschenrechtsverletzungen und Krieg geflohen sind, gelingen? Wie schaffen wir es, genügend bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen? Diese beiden Fragen standen im Mittelpunkt des Imshäuser Gesprächs, für das die Stiftung Adam von Trott den in Berlin und in Jestädt bei Eschwege lebenden Stadt- und Regionalökonomen Professor Eberhard von Einem als Gesprächspartner eingeladen hatte. mehr... [17. Februar 2017]


Imshäuser Gespräch zu Kindern im Konzentrationslager Auschwitz

„Damals hörte meine Kindheit auf“

Vor 72 Jahren wurde das Vernichtungslager Auschwitz durch die Rote Armee befreit. Unter den Menschen, die die Sowjets damals dort vorfanden, waren auch Kinder, manche wurden sogar im Lager geboren. Doch ihre Überlebenschancen waren vergleichsweise gering: Wer nicht als arbeitsfähig eingestuft wurde, wurde meistens unmittelbar nach der Ankunft in Auschwitz ermordet. Von den schätzungsweise 232.000 Kindern – vor allem Juden, aber auch Sinti und Roma – die aus ganz Europa nach Auschwitz deportiert worden waren, konnten nur 650 befreit werden. Der Journalist Alwin Meyer, der sich in langjährigen Recherchen intensiv mit den Schicksalen einiger Überlebender beschäftigt hatte, stellte sein Buch „Vergiss deinen Namen nicht“ im Imshäuser Gespräch vor und bemühte sich, die Gesichter hinter den Zahlen wieder sichtbar zu machen. mehr... [20. Januar 2017]


Artikelarchiv seit 2005

In unserem Artikelarchiv finden Sie alle Berichte aus und über Imshausen geordnet nach Jahren:

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Montag, 06. November 2017, 19 Uhr | Trott Lecture
Eine europäische Aufgabe
Vorlesung von
Marianne Birthler
Ehem. Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik


Dienstag, 14. Novermber 2017, 19 Uhr | Imshäuser Gespräch
Nach der Bundestagswahl diskutieren wir über Hintergründe, neue Herausforderungen und Aufgaben
Gespräch und Diskussion mit
Dr. Monika Hölscher, Hessische Landeszentrale für politische Bildung (Wiesbaden)
Dr. Gunnar Richter, Leiter der Gedenkstätte Breitenau und Sprecher der Hessischen Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten (Guxhagen)
Ludger Arnold, Pädagogischer Leiter der Adam-von-Trott-Schule Sontra
Visser ’t Hooft-Haus im Trottenpark, Imshausen