Stiftung Adam von Trott | Imshausen e.V.
 


Samstag, 02. September 2017

Imshäuser Jahrestreffen


Verantwortung der Wissenschaft für die Gesellschaft

Vortrag und Gespräch mit
Prof. Dr. Ulrike Beisiegel
Präsidentin der Georg-August-Universität Göttingen
Herrenhaus im Trottenpark

Welche Verantwortung tragen die Wissenschaften im politischen und gesellschaftlichen Diskurs? Und welche Rolle spielen Hochschulen, Forschende und Bildungseinrichtungen im öffentlich-demokratischen Prozess? An welchem Punkt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Pflicht, aus ihren Forschungen resultierende ethische Fragen in die öffentliche Debatte einzubringen?

Nicht nur die vor 60 Jahren veröffentlichte „Göttinger Erklärung“, in der sich 18 renommierte Atomforscher – darunter Carl Friedrich von Weizsäcker, Max Born und Otto Hahn – öffentlichkeitswirksam gegen eine atomare Bewaffnung der Bundeswehr aussprachen und eine bessere Aufklärung der Gesellschaft über die Gefahren von Atomwaffen forderten, macht deutlich, dass die Wissenschaften nicht im luftleeren Raum oder im sprichwörtlichen „Elfenbeinturm“ existieren. Ihre Forschungen haben vielfach direkte Auswirkungen auf Gesellschaft, Politik und das tägliche Leben. Wie kann es gelingen, die Wissenschaften wieder stärker „zu den Menschen“ zu bringen und wie können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Erkenntnisse auch als Hilfe für politische Entscheidungen sichtbar machen?

Wir laden Sie herzlich ein. Der Eintritt ist frei, über eine Spende freuen wir uns!

Zur Person

Prof. Dr. Ulrike Beisiegel studierte Biologie und Humanbiologie an den Universitäten Münster und Marburg. 1979 promovierte sie in Marburg in Humanbiologie. Der weitere wissenschaftliche Werdegang führte sie an die University of Texas at Dallas und über Marburg an das Universitätsklinikum in Hamburg-Eppendorf, wo sie sich 1990 habilitierte, 1996 zur Professorin und 2001 zur Direktorin des Instituts für Biochemie und Molekularbiologie ernannt wurde. Seit 2011 ist Prof. Dr. Ulrike Beisiegel Präsidentin der Georg-August-Universität in Göttingen und wurde 2015 für eine zweite Amtszeit ab dem 1. Januar 2017 bestätigt.

Ulrike Beisiegel war mehrere Jahr Sprecherin des Ombudsgremiums der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie Mitglied und Vorsitzende der Wissenschaftlichen Kommission im Wissenschaftsrat. Sie ist Senatorin der Leibniz Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft sowie Vizepräsidentin der Hochschulrektorenkonferenz.

Die Universität Göttingen ist der Stiftung Adam von Trott seit mehreren Jahren verbunden. Gemeinsam soll in den kommenden Jahren ein vom Bund gefördertes Kooperationsprojekt umgesetzt werden.


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